Wer „Kraneberger“ trinkt, schont Geldbeutel und Umwelt

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Ohne Wasser geht nichts.

Leitungswasser ist es mehr als 100 mal preiswerter als gekauftes Mineralwasser, qualitativ steht es dem „Flaschenwasser“ in nichts nach.

„Wer „Kraneberger“ statt Mineralwasser trinkt, spart Herstellung, Abfüllung und Transport der Flaschen und entlastet so seinen Geldbeutel, die Umwelt und das Klima„, so Karin Baumann, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Unna.

Heute liegt der Mineralwasserkonsum bei 148 Liter – zum Vergleich: In den 70ern lag er noch bei 30 Litern pro Kopf. Dass die Leute lieber abgefülltes Wasser kaufen, nicht unerheblich zum Plastikberg bei. „Kraneberger“ ist also nicht nur gesund, sondern auch ein effektiver Beitrag zum Umweltschutz.

Verbraucher-Tipps:

Einige Dinge sollte der Verbraucher aber schon beachten:

  • Wasser erst mal laufen lassen: Wasser, das schon länger in der Leitung wartet, ist nicht mehr frisch und kann Keime enthalten, besonders morgens oder nach längerer Nicht-Nutzung der Leitungen, z.B: nach dem Urlaub.
  • Doch der erste Wasserschwall muss nicht im Ausguss verschwinden: Auffangen und damit die Blumen gießen, spülen oder putzen.
  • Bitte prüfen lassen, ob es im Haus noch Bleirohre gibt, dies kann bei Gebäuden von vor 1973 der Fall sein. Wenn ja, müssen diese vom Eigentümer ausgetauscht werden.
  • In Mehrfamilienhäusern mit zentralen Warmwasseranlagen, die mehr als 400 Liter Speicherkapazität haben, muss das Wasser zudem regelmäßig auf Legionellen untersucht werden.

Und was ist mit Mikroplastik?

Die Nichtregierungsorganisation „Orb Media“ fand in einer Studie in Kooperation mit der University of Minnesota heraus, dass auch im deutschen Wasser Mikroplastik enthalten ist. Die Proben aus Deutschland zählten jedoch zu denen mit den geringsten Belastungen.

Doch die Studie deckte noch etwas auf: Mikroplastik befindet sich ebenso in abgefüllten Mineralwässern. Und da Leitungswasser in Deutschland viel strenger kontrolliert wird, ist das Wasser aus der Flasche also nicht unbedingt die gesündere Alternative. (Siehe hierzu auch: Der große Wassercheck, Stiftung Warentest).

Wie genau das Plastik ins Wasser gerät, ist bisher noch unklar, absolut herausfiltern kann man es noch nicht. Auch die Auswirkungen für unsere Gesundheit sind bisher noch ungewiss.

Weitere Informationen rund ums Wasser gibt es bei der Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW, an der Ostseite des Unnaer Rathauses und unter 02303 – 592505.

[Quelle: Pressemitteilung Umweltberatung Unna, Wassertest online]

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