Hitzschlag und Sonnenstich: Bitte viel trinken – und besonders auf Kinder achten!

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(Foto: Rundblick)
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Trinken, trinken, trinken!

Es ist warm! So schön das Wetter auch ist, bitte daran denken, dass man an heißen Tagen zwischen zweieinhalb und drei Litern trinken soll, und zwar möglichst Leitungs- und Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen.

Bei hohen Temperaturen schwitzt man viel. Der Körper verliert dadurch Flüssigkeit und Salze. Der Flüssigkeitsverlust durch intensives Schwitzen verdickt das Blut, was zu einer langsameren Blutzirkulation führt. Konzentrationsschwäche und Müdigkeit können die Folgen sein. Wenn der Körper „Durst!“ meldet, ist es oft schon zu spät, darum muss man ansehr warmen Tagen kontinuierlich trinken.

„Wer durstig ist, leidet bereits unter Wassermangel“, betont Dr. Bernhard Jungnitz, Amtsarzt des Kreises Unna.

Vorsicht Sonnenstich!

An sonnigen und heißen Tagen droht zudem die Gefahr eines Sonnenstichs, dem man durch regelmäßiges Trinken vorbeugen kann.

Gerade bei Kindern kann ein Sonnenstich mitunter lebensgefährlich sein: Da die Körper der Kleinen den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt noch nicht so gut reguliert können, wie die der Erwachsenen, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Das kleine Gehirn kann bei Sonnenstich anschwellen, das kann Hirnödeme oder bleibende Hirnschäden – und schlimmstenfalls einen Herz-Kreislauf-Stillstand – zur Folge haben.

Kinder sollten darum immer einen hellen Sonnenhut mit möglichst breiter Krempe und Nackenschutz tragen, im Hochsommer sollte zwischen 11:00 und 16:00 Uhr nicht in der Sonne gespielt werden. Gerade kleine Kinder gehören generell nicht in die pralle Sonne, sie sollten im Schatten spielen und schlafen. Kinder brauchen an heißen Sommertagen einen guten halben Liter mehr zu trinken, als sonst, Erwachsene einen Liter.

Woran erkenne ich einen Sonnenstich?

Generell gilt, wie auch bei den Großen: Ist das Verhalten anders als normal, sollte man wachsam sein! Fühlt sich der Betroffene heiß an, muss er sofort aus der Sonne. Tückisch ist, dass Erwachsene wir auch Kinder oft erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne reagieren: Roter, heißer Kopf bei sonst eher normaltemperiertem Körper und ohne Fieber ist ein Anzeichen für einen Sonnenstich. Kopfschmerzen, Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Nackenschmerzen und – versteifungen können weitere Symptome sein. Babys weinen oft laut und schrill und fatalerweise verweigern sie die Flüssigkeitsaufnahme.

Bei Bewusstlosigkeit, Halluzinationen oder starken Schmerzen muss der Betroffene in notärztliche Behandlung. Auch wenn sich die übrigen Symptome nach Kühlung innerhalb von 20 Minuten nicht bessern, sollte der Notarzt gerufen werden.

Gefahr Hitzschlag

Betrifft der Sonnenstich eher die Hirnhäute im Kopf, bricht bei einem Hitzschlag durch Überhitzung und Flüssigkeitsmangel die vollständige Temperatur- und Kreislaufregulation zusammen, während der Körper stark überhitzt ist – ein Wärmestau entsteht.

Die Symptome für einen Hitzschlag sind hohes Fieber ohne Schwitzen, heiße, rote Haut, der Puls rast, der Betroffene leidet unter Schwindel, Kopfweh und oft auch Erbrechen. Unruhe und Verwirrung können auch noch hinzukommen.

Erste Hilfe bei Hitzschlag und Sonnenstich

In jedem Fall müssen die Betroffenen in den Schatten oder an einen anderen kühlen Ort gebracht werden. Die Körpertemperatur sollte langsam gesenkt werden – durch Entkleiden, Kopfwickel oder Coolpacks auf Armen und Beinen (nie direkt auf der Haut anwenden). Wichtig ist, nicht den ganzen Körper schlagartig herunter zu kühlen. Trinken ist wichtig und zwar lauwarme Getränke und nicht zu viel auf einmal. Ist der Betroffene noch ansprechbar, hilft die Schocklage (hochgelagerte Beine), Bewusstlose sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Wir beim Sonnenstich gilt: Bei Bewusstlosigkeit oder hochgradiger Verwirrung sollte ein Notarzt gerufen werden, auch wenn der Zustand sich nach einiger Zeit nicht gebessert hat, sollte ein Arzt verständigt werden.

Und ganz wichtig: Nie, nie, nie Kinder oder Tiere in der Sommerhitze im Auto lassen! Selbst bei einer Außentemperatur von angenehmen 20 Grad kann das Auto zum Glutofen werden (s. Grafik, die uns die Polizei aus Vorpommern-Greifswald freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat).

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