Völkerball ließ es krachen! Wieder mal ´ne hammergeile Rammstein-Party in Unna

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Völkerball in Unna - Frontmann René Anlauff. (Foto: Rundblick Unna)
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„Fette Sch****se Unna! Es war uns ein Fest!“ Yeah, das war es. Das war, wieder mal, ´ne hammergeile Rammsteinparty Samstagabend in Unna.

In gefühlt grauer Vorzeit, 1996,  trat Rammstein mal in Echt in der Stadthalle auf , und schon damals ließen die Jungs  standesgemäß nichts anbrennen, mit ohrenbetäubenden Krawummeffekten und bis zur Hallendecke hochzischenden Feuerfontänen. Die Tribute Band zeigt sich dem Original bei jedem neuen Auftritt in Unna ebenbürtig, lässt es krachen, zischen und Funken sprühen und ändert im Wesentlichen kaum etwas am Line Up des vorjährigen Auftritts.

Sprich: Damit wissen die Konzertgänger im besten Sinne, was sie erwartet. Sämtliche must have-Rammstein-Songs kriegen sie hier bei Völkerball auf die Ohren, in übrigens genau der richtigen Lautstärke, nicht zu leise (das wäre ja gruselig), aber auch nicht so dröhnend laut, dass man Ohrstöpsel benötigt.

Stimmung an diesem Samstagabend wieder vom Allerfeinsten, wieder eine angenehm entspannte Stadthallen-Security (fettes Kompliment an die Stadthalle für die einwandfreie Orga), das Publikum auch in diesem Jahr wieder gut drauf und relaxed, die Band sowieso in allerbester Spiellaune. Lässt sich kaum noch toppen.

 

Zum Konzert selbst – es erübrigt sich, viele Worte zu verlieren, Völkerball ist und bleibt eine ziemlich perfekte Rammsteinkopie, von daher kann man als Fazit zu der geilen Party einfach das wiederholen, was Frontmann René (Anlauff) schon 2016 nach der zweiten Zugabe (diesmal gab´s drei) atemlos ins Mikro röhrte: „Ey, was war das denn für ´ne krasse Scheiße!“

Das Line-Up: Los ging´s (wie eigentlich immer) mit „Reise Reise“, Rechts-Links-Stechschritt und „Feuer frei“ – genau das war wörtlich zu nehmen, denn exakt hier fauchten von trommelfellzerreißendem KRAWUMM!! begleitet die ersten Feuerfontänen von der Bühne hoch. Wer direkt vor der  Bühne stand, dem wurde jetzt ziemlich muckelig. Der Song beinhaltet die jammernde Klage „mir ist kalt…!“, sehr zum Hohn für die ganz vorn Stehenden, und einige konterten spöttisch mit „mir nicht!!“

Es wurde deutlich heißer,  denn praktisch kein Song kam ohne Pyroshow aus. Völkerball hat nicht von ungefähr seine eigene Pyro-Crew, und die gab alles. Ein Zwischenfall passierte am Anfang der Show am rechten Bühnenrand (vom Publikum aus gesehen). Ein Pyrotechniker wurde von einer Flamme verletzt, vorsorglich kam er direkt in die Brandambulanz, erfuhren wir auf Nachfrage bei der Stadthalle Unna. Er habe keine schweren Verletzungen davon getragen.

Die Band ließ wieder kaum einen Kracher aus. „Asche zu Asche“, Ich will“, „Sonne“, „Laichzeit“, „Sehnsucht“ (mit  rotglimmenden Minifeuerchen in Reih und Glied)…

… zu „Mein Herz brennt“ lodert passend ein tiefrotes Herz, und bei  der wunderschön traurigen Ballade „Ohne dich“ steht Frontmann René am Ende bewegungslos zwischen flirrenden Feuerfontänen.

Absolutes „must have“ bei Rammstein-Tributes wie auch bei echten Rammsteinkonzerten ist  „Mein Teil“. Dieser widerlich oberfiese geniale Schlachthaussong, bei dem René in blutbespritzer Schlachterschürze das Messer gewetzt seinen Keyboarder  Mad Andy über die Bühne jagt und ihm im Riesenkessel mit dem Flammenwerfer wörtlich Feuer unterm A… macht. „Heute treff ich einen Herrn, der hat mich zum Fressen gern. Weiche Teile und auch harte stehen auf der Speisekarte.“ Mahlzeit.

Ein saugeiler Abend war´s. Und als letzte von drei Zugaben (auch diesmal wieder ohne langes Betteln, danke dafür!) schwebte natürlich wieder zu „Engel“ der leibhafte Engel (Anne) auf der Bühne ein.

Schlussmoment:  Unna euphorisiert.

FOTOGALERIE  (alle Bilder: Rundblick Unna)

 

 

 

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