Festnahme: Flaschen- und Steinewerfer tritt „nahezu täglich“ polizeilich in Erscheinung

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Symbolbild (Pixabay)
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„Polizeibekannt“ trifft es…

Sonntagfrüh im Dortmunder Norden. Gegen 05:35 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei: Ein Mann sei mit einer Flasche in der Hand hinter zwei weiteren Männern her.

Als die Polizei eintraf, schilderten die Zeugen, es sei zu einer Körperverletzung mit einer Glasflasche und einem Backstein gekommen.

Zwei junge Dortmunder (25 und 28) berichteten dann, dass ihnen auf ihrem Heimweg durch den Keunighauspark ein Unbekannter Drogen angeboten hätte. Als sie ablehnten, fragte er nach einer Zigarette – die hatten sie auch nicht. Doch so leicht wurden sie den Fremden nicht los: Plötzlich bewarf er den 28-Jährigen mit einer Flasche, verletzte ihn an der Hand.

Die beiden versuchten, den aggressiven Verfolger abzuschütteln, sie wollten „einfach nur nach Hause“, berichtet Polizeisprecherin Cornelia Weigandt.

Doch der Aggressor gab noch immer nicht auf, im Gegenteil – jetzt warf er einen Backstein, dem der 28-Jährige jedoch ausweichen konnte.

Danach flüchtete der Angreifer, kam jedoch nur bis zur Mallinckrodtstraße, wo ihn Beamte festnehmen konnten.

Der 18-jährige asylsuchende Guineer hält sich laut Polizei widerrechtlich in Dortmund auf, gemeldet sei er in Löbau, im Landkreis Görlitz. Für eben diesen Raum besteht offenbar auch eine räumliche Beschränkung.

„Seinen Lebensunterhalt finanziert er sich durch Straftaten (Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzungsdelikte), so dass er nahezu täglich polizeilich in Erscheinung tritt“,

schreibt die Polizeisprecherin. Seit Februar 2018 gehen offenbar etwa 20 Vorgänge allein in Dortmund auf das Konto des 18-Jährigen.

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (Handeln mit Betäubungsmitteln).

Wie unsere Redaktion auf Nachfrage bei Polizeisprecherin Weigandt erfuhr, ist der Afrikaner  mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft war bei Rückfrageversuchen telefonisch nicht erreichbar.

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