„Hab Messer im Rücken“: 33-Jähriger verletzt Polizisten und demoliert RTW-Einrichtung

3
865
Symbolbild / Pixabay
Facebookrss

Ein Messer stecke in seinem Rücken, behauptete der 33-Jährige. Als der Rettungsdienst eintraf, rastete er aus. Und zwar gründlich.

Eine starke Unterschenkelprellung, ein Bluterguss am Oberarm und die demolierte  Inneneinrichtung eines Rettungswagens sind das Ergebnis eines Bundespolizeieinsatzes am Mittwochmorgen (30. Mai) am Dortmunder Hauptbahnhof.

Dort schlich ein 33-Jähriger aus Gelsenkirchen gegen 01:30 Uhr zwischen geparkten Fahrzeugen herum. Der Libanese fiel Bundespolizisten auf, weil dort an der Ladestraße schon wiederholt Fahrzeuge aufgebrochen worden waren.

Symbolbild.

Identitätsfeststellung vor Ort war nicht möglich, also wurde der 33-Jährige zur Bundespolizeiwache gebracht. „Dort erklärte der Libanese, ein Messer stecke in seinem Rücken“, schildert BuPo-Sprecher Volker Stall die überraschende – und seltsam anmutende – Verkündigung des vermeintlichen Patienten.

Denn der  33-Jährige war unverletzt. Da er den Eindruck erweckte, unter Drogen zu stehen, wurde der Rettungsdienst alarmiert. Noch bevor dieser eintraf, begann der Mann sich auszuziehen und aus Leibeskräften zu schreien.

Im Rettungswagen eskalierte die Situation dann derartig, dass der 33-Jährige wild schlagend und tretend versuchte, aus dem Fahrzeug zu flüchten. Hierbei trat er einen Bundespolizisten mit voller Wucht gegen den Arm, ein weiterer Beamte stürzte aus dem Rettungswagen und verletzte sich am Oberschenkel. Nur mit Unterstützung weiterer Bundespolizisten konnte der Tobende in eine Dortmunder Klinik eingeliefert werden. Auf der Fahrt dorthin zerlegte er noch die Inneneinrichtung des RTW.

Blick in den demolierten Rettungswagen. (Foto: Bundespolizei)

Gegen den Libanesen leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein. Beide verletzten Bundespolizisten mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.

Facebookrss

3 KOMMENTARE

  1. Einfach nicht mehr nachzuvollziehen. Da werden Rettungskräfte unnötig der Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt weil so ein Idiot auf der Polizeiwache ausrastet. Und wieso mit einem Rettungsdienst in ein Krankenhaus? Fixieren und in die Arrestzelle bis er wieder einigermaßen denken kann. Wobei einigermaßen ja schon mit Vorsicht anzusetzen ist. Und wer trägt die Kosten für das demolierte Rettungsfahrzeug, abgesehen davon dass es für Notfälle nicht einsetzbar ist?