Abends auf dem Bahnsteig dem Führer gehuldigt

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Der Dortmunder Hauptbahnhof (Archivbild Rundblick)
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„Ich habe wohl zu tief ins Glas geschaut“, wollte ein 72-Jähriger gestern Abend (07. Juni) im Dortmunder Hauptbahnhof sein Verhalten  rechtfertigen.

Gegen 22 Uhr wurde die Bundespolizei über einen Mann auf Bahnsteig 18/20 informiert, der rechtsradikale Parolen skandieren würde. Vor Ort erklärten Zeugen, dass der 72-Jährige mehrmals lautstark „Heil Hitler“ gerufen und dabei den rechten Arm zum „Hitlergruß“ gehoben hätte.

Konfrontiert mit den Vorwürfen bestätigte der Essener die Zeugenaussagen und erklärte: „Ich habe wohl zu tief ins Glas geschaut.“ Das stimmte denn nun wohl. Ein Atemalkoholtest ergab den Wert von 1,6 Promille, berichtet BuPo-Sprecher Volker Stall.

Die Bundespolizei leitete gegen den Rentner ein Ermittlungsverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Dem Mann droht trotz seiner deutlichen Alkoholisierung eine empfindliche Strafe – Haftstrafe ist möglich, wie dieses Beispiel zeigt: https://www.rechtsindex.de/strafrecht/1161-hitlergruss-ist-auch-ohne-politischen-absichten-strafbar

 

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