Auf Po geklatscht – Anzeige

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Symbolbild (Pixabay)
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Mit einem Po-Klatscher „so im Vorbeigehen“ hat sich 19-Jähriger am Donnerstagmorgen im Hammer Bahnhofstummel eine Anzeige eingehandelt.

Denn der junge Mann geriet an die Falsche.

Die 38-jährige deutsche Reisende, die er ungefragt so überraschend mit seiner Handgreiflichkeit „beglückte“, fand das ganz und gar nicht witzig. Sie wandte sich unverzüglich an die Bahnpolizei.

Diese konnte den Täter ebenso schnell stellen, wie dieser zugeschlagen hatte, und brachte ihn zur Wache im Bahnhof Hamm.

Nachdem seine Personalien festgestellt waren, wurde der junge Deutsche entlassen: mit einer Strafanzeige wegen sexueller Belästigung im „Reisegepäck“.

Poklatscher – kein Kavaliersdelikt!

Die gesetzliche Verschärfung im Jahr 2016 stellte das Po-Grapschen unter gerichtliche Strafe. Davor wurde es als „verwaltungsrechtliche Anstandsverletzung“ nach dem jeweiligen Landessicherheitsgesetz behandelt.

Geregelt wird die Schärfung in Absatz 1(a) des Belästigungsparagrafen § 218 StGB Sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen StGB – Strafgesetzbuch

(1) Wer eine Person durch eine geschlechtliche Handlung

1. an ihr oder
2. vor ihr unter Umständen, unter denen dies geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen,
belästigt, ist, wenn die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

(1a) Nach Abs. 1 ist auch zu bestrafen, wer eine andere Person durch eine intensive Berührung einer der Geschlechtssphäre zuzuordnenden Körperstelle in ihrer Würde verletzt.

Quelle: Jusline

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