Kiosküberfall mit Pistole – 2 von 3 mutmaßlichen Tätern in U-Haft

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Symbolbild (Pixabay)
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Beim Dritten gab es eine „günstige Prognose“.

Anfang des Monats, am Abend des 03.Juni, überfielen zwei maskierte Männer gegen 22:00 Uhr einen Kiosk am Grüner Weg in Iserlohn.

Mit einer Pistole bedrohten sie den Angestellten und forderten Bargeld. Mit ihrer Beute flüchteten sie zu Fuß vom Tatort – der Überfallene verfolgte sie jedoch und beobachtete, wie die Räuber in einen PKW stiegen und in Richtung Karl-Arnold-Straße davonfuhren.
Die Polizei des Märkischen Kreises informiert aus „ermittlungstaktischen Gründen“ erst am heutigen Donnerstag (13. Juni) über den Raubüberfall und meldet die Festnahme von drei Tatverdächtigen.

Umfangreiche Ermittlungen führten zu drei jungen Männern im Alter von 17, 21 und 26 Jahren aus Iserlohn (26) und Hemer (17). Der Fluchtfahrer (21) kam aus Menden. Bei allen dreien handelt es sich um Deutsche.

„Polizeibeamte erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle, die heute Morgen vollstreckt wurden“, berichtet die Polizei. Die Beamten fanden unter anderem die Pistolen, die sich als Softair-Waffen herausstellten und die zur Tatzeit verwendete Kleidung. Gegen den 21-jährigen Mendener, der das Fluchtauto fuhr, wurde aufgrund einer „günstigen Prognose“ kein Haftbefehl beantragt.

„Für eine Untersuchungshaft müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Wenn der Täter z.B. keinen festen Wohnsitz hat oder Wiederholungsgefahr besteht, droht U-Haft. Bei dem jungen Mann aus Menden, der ja „nur“ den Fluchtwagen gefahren hat, waren diese Voraussetzungen nicht gegeben. Er hat einen festen Wohnsitz und geht einer geregelten Arbeit nach“, erklärt Polizeisprecher Marcel Dilling.

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