„Wir können es nicht fassen!“ Protest gegen Eishallen-Aus – Offener Brief an Bürgermeister Kolter

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Symbolbild (Archiv RBU)
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„Wir können es nicht fassen, dass Unnas Eissporthalle geschlossen werden soll!“ Gegen das drohende Aus für Unnas Eissport nach über 40 Jahren (Rundblick berichtete gestern exklusiv)  formiert sich massiver Bürgerprotest.

In einem offenen Brief an Bürgermeister Werner Kolter versuchen Unnas Eissportfans, möglichst viele Gleichgesinnte zu mobilisieren, um die Schließung der Halle doch noch zu verhindern.

In einer Mail vom späten Freitagnachmittag, die zusammen mit unserer Redaktion und größeren Medien wie dem WDR auch das Rathaus erreichte, schreibt Wilhelm Ruck im Namen der Eissportler und Eissportfans:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kolter,

Wir können es nicht fassen, dass Unnas Eissporthalle geschlossen werden soll.

Die Eishalle besteht seit 41 Jahren. Viele Bürger haben dort das Schlittschuhlaufen gelernt, und gehen mittlerweile mit ihren eigenen Kindern dort hin.

Sie ist eines der ganz wenigen erschwinglichen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, die die Stadt noch bietet. Und sie hat konstant gute Besucherzahlen: drei Vereine (Eiskunstlauf, Curling, Eishockey) sind in Unna ansässig, Schulen und Kindergärten nutzen die Halle, fast jeden Tag werden dort Kindergeburtstage gefeiert.

Die Eishalle ist auch ein geschützter Raum für unsere Kinder: es herrscht Rauchverbot, es wird kein Alkohol ausgeschenkt – und es gibt Regeln, an die sich alle halten müssen. Es ist so viel besser, wenn die Kinder sich dort austoben können statt anderswo Unsinn zu machen.

Das Massener Freibad wurde schon vor Jahren geschlossen. Das Freibad Bornekamp existiert nur dank eines Fördervereins, der seinerzeit den Abriss verhindert hat.

Was bleibt Kindern und Jugendlichen noch – außer verschlissenen Spielplätzen, ein paar Bolzplätzen und dem Hallenbad, in dem die öffentlichen Badezeiten stark eingeschränkt sind?

Laut Statistik werden Deutschlands Kinder immer dicker, bewegen sich zu wenig, sie lernen auch immer weniger, Teamplayer zu sein. Sport ist die beste Möglichkeit, dem entgegenzuwirken.

Sollte es vor diesem Hintergrund nicht möglich sein, die Halle zu retten? Wir zahlen alle Steuern, wir wollen, dass die Stadt im Gegenzug für das Wohlergehen ihrer Bürger sorgt. Ein Altstadtfest und alle zwei Jahre ein italienisches Fest allein reichen da nicht aus.

Schön, dass Unna mit dem Lichtkunstmuseum überregional und sogar international Schlagzeilen macht. Aber für uns Bürger sind funktionierende und erschwingliche Sportstätten mindestens ebenso wichtig.

Ja – es ist uns bewusst, dass gespart werden muss. Das Geld ausgerechnet bei einer der letzten Sportstätten einzusparen sehen wir nicht ein. Wir bitten Sie deshalb darum, die Schließung und den Abriss der Halle abzuwenden.

Wir setzen uns für den Erhalt der Eishalle in Unna ein:

Conny,Scholz
Henri,Scholz
Agahte,Cirkel
Cecil Cirkel
Casper,Cirkel
Jenny,Krauss
Sam,Krauss
Wolfgang,Kopetzki
Maik,Kopetzki
Andreas,Pietsch
Kiara,Pietsch
Olaf,Bogatech
Lion,Bogatech
Alina,Eggelnpöhler
Jacqueline,Eggelnpöhler
Fabian,Eggelnpöhler
Luis,Vollmer
Dirk,Vollmer
Susanne,De West
F.Martens
Michael,Wichitill
Natascha,Tonus
Sherina,Tonus
Helmut,Elgert
Mika,Ziesing
Jörg,Kuhlmann
Michael,Michelius
Keanu,Michelius
Melanie,Mechelius
Kjell,Michelius
Sebastian,Bäcker
Leon,Holtkamp
Robin,Holtkamp
Lisa,Schankowski
Björn,Scholz
Charlotte,Scholz
Christina,Scholz
Celine,Mette
Katja,Mette
Mario,Neubauer
Arda,Türkay
Sinah,Pecalj
Noah,Schenk
Nico,Golombeck
Floria,Marks
Marcel,Graf
Wilhelm,Ruck
Paula,Ruck
Luisa,Ruck
Tanja,Ruck
Sebastian,Thommes
Mario,Werthschulte
Peter,Ebbinghaus
Janik,Birke
Kenny,Kreppenhofer
Corinna,Lenz
Sinah,Lenz
Roga,Lenz
Britta,Van Loosen
Jessica,Hendel
Josi Hendel
Nick,Zynda
Katharina,Zynda
Michael,Weber
Ute,Müller
Felix,Müller
Hollger,Müller
Noah,Hölmer
Natalie,Hölmer
Michaela Dahl Ilg
Ariana Ilg
Sonja Krause
Florian Krause
Annemarie Kimpel
Dirk Kimpel
Lina Kimpel
Jasmin Gryschka
Noel Gryschka
Jayden Gryschka
Sandra Brossert
Arian Brossert
Marko Schucht
Merret Mollik
Christian Schertel
Anna Plett
Nephilim Kremer
Kisten Velimir
Marina Serbanuk
Tina Krakenfels
Paul Krakenfels
Max Krakenfels
Jan Niedolistek
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6 KOMMENTARE

  1. Ich kann mich auch nur anschließen. Wir sind damals in der Schulzeit mit der ganzen Klasse von Hamm gekommen, um dort das Eislaufen zu lernen. Danach war ich leider nicht mehr da, weil es sportlich nichts für mich ist. Allerdings sollte die Halle für die heutige Jugend geöffnet bleiben, da diese sonst in der Fussgängerzone „abhängt“ und vor Langeweile kriminell werden könnte. Oder sie treffen sich in den Parks und konsumieren Alkohol und Drogen um den langweiligen Tag rum zubekommen. Oder schlagen grundlos Passanten zusammen. Irgendwas muss man ja machen! WAS GIBT ES DENN NOCH FÜR DIE JUGEND? Zu meiner Jugend gab es in jeden Dorf noch einen Jugendtreff oder eine Teestube, wo man sich getroffen hat. Und zu der Zeit gab es weniger Alkoholabhängige, Drogensüchtige und auch weniger Kriminalität und Schlägereien. Man sollte mal darüber nachdenken, woran das liegen könnte und ob es nicht doch sein kann, das die beiden Probleme zusammenpassen? Ich habe jahrelang direkt an der Eishalle gewohnt und würde behaupten, das sie immer gut besucht war. Man könnte sich für die Abtauzeit eventuell überlegen, die Halle als Inlinerhalle zu nutzen und ab und zu auch mal Events in der Halle auszutragen. Das würde den Strom der Besucher sicherlich ansteigen lassen, und dadurch würde sie rentabler werden.