CDU-Chef Fröhlich: Asylneubau nur mit ganz vielen „wenns“ – „Von Luftschlössern verabschieden“

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Der Flüchtlingsheim-Altbau an der Kamener Straße soll abgerissen werden und einem Neubau weichen - für ca. 3 Mio. Euro. (Archivbild RBU)
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Über eine neue Asylunterkunft an der Kamener Straße will CDU-Fraktionschef Fröhlich vorerst nicht mehr reden. Der Neubau für 2,4 Mio. Euro habe für die CDU absolut nachrangige Prioriät.

„Wir werden über diese  Unterkunft erst mit uns reden lassen, wenn der ausgeglichene Haushalt 2020 ohne Steueranhebungen gesichert ist und die Finanzierung wichtigerer Projekte steht! Das ist eine klare Ansage von uns, daran werden wir uns messen lassen!“, unterstreicht der Vorsitzende in einer als „Kommentar“ ausgewiesenen Stellungnahme vom Montag (18. 6.).

In der Bauverwaltung sieht er einiges im Argen liegen. „Die praktische Umsetzung von Bauprojekten in Unna  ist eine lange Geschichte von Wunsch und Wirklichkeit“, stellt Fröhlich fest. Seit Beginn der Ratsperiode hätten Politik und Verwaltung gerade im Bereich Stadtentwicklung und Bauen fleißig gearbeitet und zahlreiche Projekte beschlossen. Die Bauverwaltung bekam eine Fülle von Aufträgen.

Doch leider seien offenbar viele „Luftschlösser“ gebaut worden. „Vieles, einschließlich der zurückgestellten Gelder,  blieb unerledigt liegen, während gleichzeitig die Liste der ehrgeizigen Vorhaben weiter anwuchs, zuletzt gar um die großen und enorm wichtigen Bauprojekte Hellweg-Realschule in Massen und Grundschule/Kita am Hertinger Tor.“

Diese beiden Projekte, wiederholt Fröhlich in seinem persönlichen Statement die schon verkündete Kritik seiner Fraktion an der „Prioritätenliste“ der Verwaltung, hätten für die CDU absolute Priorität. Über die Vorschlagsliste werde im Gesonderten noch zu reden sein.

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4 KOMMENTARE

  1. Na, hoffentlich erinnert sich H Fröhlich bei der Abstimmung zu dem Thema, das nach wie vor als Wichtig beim Bürgermeister ansteht, an seine Aussage. Denn vom BM und den anderen Fraktionen ist diesbezüglich ja ein anderes Ergebnis zu erwarten. Die folgen doch lieber diesen rot, grünen Politversagern in Berlin einschließlich deren Vordenkerin A.M: Gemeinwohl nachrangig, Prioritäten woanders

  2. Was für ein Politikergeschwurbel. Warum verliert Herr Fröhlich denn kein Wort zu den „instrumentalisierenden Rechten“?
    https://www.rundblick-unna.de/2018/06/19/rechte-instrumentalisieren-unnas-sportstaettenschliessungen/
    Will die CDU nicht schon seit 2015 die „rechten Hetzer“ mit „harten Fakten und Zahlen stellen“? Dann müssten jetzt auch mal harte Fakten und Zahlen genannt werden. Oder könnte es möglicherweise sein, dass die Alternative zum Flüchtlingsneubau(Wohnungen mieten) deutlich teurer als der Neubau ist? Wie viele Millionen wurden denn in Unna schon für die Flüchtlingspolitik verheizt ? Für die Kohle hätte man vermutlich fünf neue Eismaschinen kaufen können.

    Herr Fröhlich hat schon wieder die Gelegenheit verpasst, „die Rechten“ zu demaskieren.

    So langsam glaube ich, dass „die Rechten“ möglicherweise Recht haben könnten.