Rechte instrumentalisieren Unnas Sportstättenschließungen

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Was am Wochenende mit einer vermeintlichen „Eishallenrettungsgruppe“ auf Facebook begann, setzt sich heute mit Flugblättern fort: Unnas Sportstättenschließungen werden von Rechts politisch instrumentalisiert.

Auf Facebook kursiert seit heute Mittag ein Aufruf zum Protest gegen die Schließung der Eissporthalle und anderer Sport-/Jugendeinrichtungen (Billmericher Waldstadion z. B.), dessen Duktus in eine eindeutige politische Richtung geht. Dem Urheber des Postings nach zu urteilen tritt hier der Kreisverband von „Die Rechte“ in Aktion.

„Um 15 Uhr beginnt die Sportausschusssitzung, bei der Unnas Lokalpolitiker das endgültige Aus für unsere Eissporthalle beschließen wollen“, verkündet der Verfasser. „Wir stehen bereits jetzt schon mit ein paar Aktivisten vor dem Rathaus und verteilen Flugblätter gegen die Schließung der Eishalle und alle anderen Jugendfreizeitanlagen, welche von den skrupellosen Sparmaßnahmen auf Kosten der Jugend betroffen sind (wie bspw. auch das Billmerischer Waldstation)! Und auch weitere Protestaktionen sind bereits geplant!“ (Anm. d. Red.: Aufruf wörtlich wiedergegeben.)

In eigener Sache unserer Redaktion!

Wir hatten bereits am Wochenende um Vorsicht wegen der vermeintlichen Eishallenrettungsgruppierung gebeten, die sich plötzlich auf Facebook neu gegründet hatte und schnell Follower fand. Aus aktuellem Anlass wiederholen wir unsere Warnung.

Wir möchten euch darum bitten, euch plötzliche neue angebliche „Rettungsinitiativen“ für die Eishalle genau anzusehen, bevor ihr euch ihnen anschließt. Konkret geht es uns um eine neu gegründete Facebookgruppe „Für den Erhalt der Eissporthalle – Jugend braucht Freiräume!“, die sich seit gestern in die Berichterstattungen zur Eishalle einklinkt.

Auch uns vom Rundblick wurde der Link zu der Gruppe geschickt. Darin heißt es:“Asylpolitik stürzt Unna in die Pleite – Auf Kosten der einheimischen Jugend!“ und weiter: „Durch die unkontrollierte Masseneinwanderungspolitik der etablierten Parteien ist die Kreisstadt Unna so gut wie pleite.“ Auf unsere Rückfrage an den Absender, der sich hinter einem Fakeprofil verbirgt, bekamen wir keine Antwort.

Offensichtlich will hier eine rechte Gruppierung das Eishallenschicksal politisch instrumentalisieren. Haltet einfach die Augen auf.“

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1 KOMMENTAR

  1. Hier könnte doch endlich mal ein Lokalpolitiker „klare Kante“ zeigen. Möchte nicht jemand Stellung „gegen rechts“ beziehen? Man müsste nur sagen: „Es besteht KEIN Zusammenhang zwischen Flüchtlingspolitik und Finanznot der Stadt Unna“. Ist doch nicht so schwierig. Oder traut sich keiner, weil eventuell doch ein Zusammenhang bestehen könnte ?