Integrationsrat : Unterbringung Geflüchteter in Wohnungen an Erstaufnahme Massen „widerspricht normaler Begegnung“

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Die Erstaufnahmeeirichtung (EAE), ehemals Landesstelle, in Massen-Nord. (Archivbild RBU)
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Keine Zentralisierung von Geflüchteten an der ehemaligen Landesstelle.

Gegen die Unterbringung zugewiesener Asylbewerber in freien Wohnungen an der Erstaufnahme (EAE) Massen wehrt sich der Integrationsrat. Der Antrag wird am heutigen Donnerstag (21. 6. 18) im Haupt- und Finanzausschuss besprochen.

Die Prüfung einer Unterbringung in den freien Wohnungen der Bundesimmobilienanstalt hatte die FDP-Fraktion gefordert – HIER der Bericht.

Die Liberalen argumentierten, es sei sinnvoller, auf ohnehin freien Wohnraum im Massener Norden zuzugreifen als für 2,4 Mio. Euro einen Neubau in Königsborn für die Flüchtlingsunterbringung zu errichten.

Der Integrationsrat empfiehlt dem Rat zu beschließen, „auch weiterhin geflüchtete Menschen dezentral in Wohnungen oder in kleinen Wohneinheiten in unterschiedlichen Stadtteilen unterzubringen. Eine Unterbringung angrenzend an die EAE Unna-Massen und in unmittelbarer Nähe der Buderussiedlung soll ausgeschlossen werden.“

Denn dies widerspreche dem Gedanken „normaler Begegnung“.

Zur Begründung schreibt das Integrationsgremium:

Und weiter heißt es:

 

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6 KOMMENTARE

  1. Habe dann heute in einem anderen Organ einen Leserbrief gefunden und mich sehr gewundert. Nicht über den Inhalt des LB denn das ist mittlerweile die Meinung vieler, wenn nicht sogar der Mehrheit, sondern dass ausgerechnet dieses Organ den Mut hatte ihn zu veröffentlichen. Der LB bestätigt meine Meinung dass die Massener Bürger vom Integrationsrat offensichtlich als hinter dem Mond lebend und abweisend, kontaktarm, unzugänglich, kontaktlos, zugeknöpft, verriegelt, reserviert, unnahbar, introvertiert, menschenscheu sind. Erlaube mir mal den LB zu zitieren. Wenn nicht zulässig bitte löschen. Zitat Anfang:
    Vielen Dank an den Integrationsrat. Ich wusste bisher gar nicht, dass ich nicht in einem normalen Lebensumfeld lebe. Da hab ich wohl was verpasst.
    Hier in der ehemaligen Landesstelle leben, ob man es nun glaubt oder nicht, doch tatsächlich Menschen, deren Kinder ganz normal in den Kindergarten und zur Schule gehen. Dafür gibt es öffentliche Verkehrsmittel. So ist das nun mal in Deutschland.
    Sie können sich in meinem Umfeld erkundigen. Ich bin bestimmt mit eine der Letzen, die irgendetwas gegen Flüchtlinge und Asylsuchende hat. Aber dieses Affentheater geht mir inzwischen echt auf die Nerven. Genau das sind die Aussagen, die die Menschen zu den Parteien am rechten Rand treiben. Hoffentlich kapieren das die Verantwortlichen doch noch, bevor es zu spät ist.
    Ich bin auch nicht dafür Flüchtlinge und Asylsuchende zentral unterzubringen. Aber würde der Bund die leer stehenden Wohnungen hier endlich ganz normal vermieten, könnte auch die eine oder andere Flüchtlingsfamilie hier unterkommen. Aber auch andere Wohnungssuchende hätten die Chance auf relativ bezahlbaren Wohnraum. Zitat Ende