Auf Kolters Vorschlag: Asylheimneubau von Prioritätenliste der Bauprojekte heruntergenommen

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Kamener Straße in Königsborn. (Archivbild RBU)
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Dieser Vorstoß des Bürgermeisters kam unerwartet.

Der hochumstrittene Asylheim-Neubau an der Kamener Straße in Königsborn wird vor den Sommerferien nicht mehr weiter diskutiert. Der Bürgermeister selbst gab den Anstoß dafür.

Im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend (21. 6. 18) schlug Werner Kolter den Fraktionen überraschend vor, das politisch hochbrisante 2,4 Mio.-Projekt von der Liste der Investionsvorschläge – die die Verwaltung der Politik Anfang Juni unterbreitet hatte – herunterzunehmen und nach den Sommerferien gesondert darüber zu beschließen.

Der Flüchtlingsheim-Altbau an der Kamener Straße. (Archivbild RBU)

In besagter Prioritätenliste geplanter Bauprojekte, die ein Gesamtvolumen von über 30 Mio. Euro aufweist, war der Flüchtlingsheimneubau als „kurzfristig“ erwünscht eingestuft. Wörtlich hieß es in der Vorlage der Verwaltung:

„Aus fachlicher Sicht besteht die Notwendigkeit, die perspektivisch nicht mehr nutzbaren Flüchtlingsunterkünfte an der Kamener Straße und Hammer Straße durch einen Neubau an der Kamener Straße zu ersetzen. Angesichts einer ergangenen Fördermittelzusage und des konkreten Bedarfs ist der individuelle Beschluss hierüber kurzfristig zu treffen.“

Ganz so kurzfristig soll es nun jetzt doch nicht mehr sein. So manchen Fraktionsmitgliedern war die Erleichterung über diesen Bürgermeistervorschlag anzumerken, da dieser Neubau schon im Planungsstadium für hitzige Diskussionen sorgte (und sorgt) und inzwischen schon mehrere Änderungsanträge dazu vorliegen.

Die Verwaltung, kündigte Kolter an, wird nun für die Beratung und Beschließung nach den Sommerferien eine gesonderte Vorlage erarbeiten.

Die CDU hatte bereits angekündigt, erst dann wieder über diesen Neubau zu diskutieren, wenn der Haushalt ohne Steuererhöhungen ausgeglichen ist und die aus ihrer Sicht wichtigen Projekte – Schulneubauten – durchfinanziert sind. BERICHT HIER.

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3 KOMMENTARE

  1. […] Sollen die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) das nach wie vor geplante 2,4 Mio. Euro teure neue Flüchtlingsheim an der Kamener Straße mitfinanzieren? Die Beratung und abschließende Beschlussfassung wurde auf Bürgermeister Kolters Vorschlag aufgeschoben bis zum Wiederbeginn der Sitzungspause nach den Sommerferien. […]