75!-fach Polizeibekannter versucht Fahrrad direkt vor Polizeiwache zu klauen

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Sichergestellte Fahrräder. (Foto: Bundespolizei)
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Noch unfassbar dreister geht es wirklich nicht mehr.

Er spazierte aus der Bundespolizeiwache, wo er gerade eine Anzeige wegen Schwarzfahrens kassiert hatte – nachdem er mit zwei wohl geklauten Fahrrädern im Zug erwischt worden war… Und direkt vor der Wache wollte er gleich das nächste Fahrrad klauen.

Die Bundespolizisten, die das Treiben des jungen Mannes aus dem Fenster beobachteten, trauten ihren Augen nicht.

Und das Register dieses 25-Jährigen sprach Bände.

In einem Zug von Münster nach Dortmund war der junge Mann am Samstagmittag   (23. Juni) ohne gültigen Fahrausweis erwischt worden. Statt dessen hatte er gleich zwei Fahrräder dabei, schildert Bundespolizeisprecher Volker Stall: „Eine plausible Erklärung dafür konnte er nicht liefern.“

Die Fahrräder wurden daher zunächst sichergestellt, der vermutliche Dieb mit zur Wache genommen. Dort bekam er eine Anzeige wegen Beförderungserschleichung.

Danach durfte er wieder gehen. „Ein Bundespolizist beobachtete dann aus der Wache heraus, dass der 25-Jährige um dort abgestellte Fahrräder schlich – und anschließend versuchte, ein Fahrradschloss mit einem Kantholz zu knacken“, beschreibt Stall das gänzlich skrupelfreie Gebahren des 25 Jährigen.

Noch bevor er zuschlagen konnte, schlug das Gesetz zu, er fand sich erneut auf die Wache wieder, wo gegen ihn ein weiteres Strafverfahren wegen versuchten Diebstahls eingeleitet wurde.

Ein „weiteres“ in einer Serie von Dutzenden:

Denn dieser 25 jährige Iraner war bei der Bundespolizei in Dortmund und Münster bereits in 75 Fällen wegen Schwarzfahrens und Diebstahls in Erscheinung getreten ist, nennt Volker Stall das atemberaubende Register dieses besonderen „Kunden“.

Nach den nunmehr vorliegenden Fällen 76 (Schwarzfahren) und 77 (versuchter Fahrradklau vor der Wache) wurde er denn nun endlich – zur Verhinderung weiterer Straftaten – ins Polizeigewahrsam genommen. Mit dem Ziel, schließt Volker Stall, eines „beschleunigten Strafverfahrens“.

Beschleunigstes Vefahren:

Es handelt sich um einen Verfahrenstyp, der in besonderer Weise der schnellen Abwicklung von Strafverfahren dient. Übermäßiger Zeitaufwand soll in bestimmten vom Gesetz festgelegten Fällen vermieden werden.

  • die Anklage kann auch mündlich erhoben werden
  • der Beschuldigte wird nur dann geladen, wenn er sich nicht freiwillig zur Hauptverhandlung stellt oder nicht dem Gericht vorgeführt wird
  • mit der Ladung wird dem Beschuldigten mitgeteilt, was ihm vorgeworfen wird und die Ladungsfrist beträgt lediglich 24 Stunden
  • das Gericht erlässt keinen Eröffnungsbeschluss; denn das beschleunigte Verfahren kennt kein Zwischenverfahren
  • das Beweisrecht ist erheblich modifiziert, indem die Verlesung von Protokollen früherer Vernehmungen von Zeugen und Sachverständigen eine neue Vernehmung der Zeugen und Sachverständigen ersetzen kann.

Quelle: justiz.nrw.de

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3 KOMMENTARE

  1. Es braucht 77 Straftaten für ein „beschleunigtes Verfahren“, bei dem vermutlich auch wieder nichts passieren wird??? Der Typ wird noch die nächsten Jahrzehnte in Deutschland bleiben. Was passiert nach 500 Straftaten? Dann gibt es vermutlich ein „jetzt meinen wir es aber wirklich ernst und sind echt böse-Verfahren“

    Deutschland und NRW sind dem Untergang geweiht.

  2. Und nun…
    Schön dass es ein beschleunigtes Verfahren gibt. Zumindest hier erhält dieses Individuum mal den Rechtsstaat kennen. Ansonsten passiert ja nichts. Wird er verurteilt reicht die Strafe nicht für eine direkte Ausweisung obwohl eh kein Asylanspruch vorliegt. Sollt er doch ausgewiesen werden wird pro Asyl mit einer Alarmmeldung unmittelbar vor der Ausweisung ein untertauchen ermöglichen. Sollte wider Erwarten die Behörden das Untertauchen verhindern und doch eine Ausweisung bewirken stehen am Flugplatz hörsalunwillige Studenten gerne gemeinsam mit den Teddybär Werfern um eine Ausweisung zu verhindern Um diese realitätsfremdem Idioten nicht durch eine polizeiliche Maßnahme tiefgreifend in ihrer Psyche zu belasten wird dann die Ausweisung abgebrochen. Letztendlich können wir uns als diese kostenintensive Prozedere sparen denn unser Rechtstaat wird sein Recht nicht durchsetzen können. Also lasst ihn wieder laufen und weiter machen.