Erneut junger Jude bepöbelt, beleidigt und bedroht – Staatsschutz ermittelt

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Gebet an der Klagemauer. (Symbolbild / Pixabay)
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Der zweite Zwischenfall mit antisemitischem Hintergrund in nur drei Tagen in Dortmund –  diesmal waren es drei Täter, einer von ihnen hatte schon am Donnerstag eine Anzeige wegen Volksverhetzung kassiert..

Jener antisemitischen Beleidigung am vergangenen Donnerstag (Bericht HIER) folgte am gestrigen Sonntag, 24. 6., ein antisemitischer Übergriff.

„Ziel der Pöbel- und Bedrohungsattacke war ein 26-jähriger Dortmunder jüdischen Glaubens“, berichtet die Dortmunder Polizei.

Man traf  zufällig aufeinander, am Samstagnachmittag  an der Martener Straße, kurz nach 14 Uhr. „Dort bepöbelten und beleidigten drei bekannte Rechtsextremisten ihr Opfer mit antisemitischen Parolen“, schildert die Polizei.

Zwei der Täter (23 und 30 Jahre) wohnen in Dortmund, der dritte, 21 Jahre, ist aus Schwelm. Er war bereits am Donnerstag mit antisemitischen Parolen aufgefallen, im Anschluss an eine Rechten-Demo. Dafür kassierte er eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

Diesmal also nun drei gegen einen:

„Einen Faustschlag in Richtung seines Kopfes konnte der 26-Jährige abwehren. Er blieb unverletzt“, berichtet die Polizei weiter. Das Trio verschwand, doch bei der Anzeigenerstattung ermittelten die Polizeibeamten die Namen der drei Tatverdächtigen.

Ein erneutes Aufeinandertreffen erfolgte gegen kurz vor 20 Uhr an der Martener Straße. Der 21-jährige Schwelmer begrüßte dort einen anderen Mann mit dem Hitlergruß. Dieser grüßte entsprechend zurück, auch in Richtung des jungen Juden. Dieser wurde im Anschluss noch beleidigt und bedroht, der Unbekannte mit dem Hitlergruß bewarf den  26-Jährigen zudem mit einem Feuerzeug.

UPDATE – der vierte Tatverdächtige ist durch den Staatsschutz ermittelt worden.

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