FDP zur Eishalle Unna: „Da stinkt doch was…?!“

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Die Umstände der geplanten Eishallen-Schließung in Unna erwecken zunehmend den Argwohn der FDP. Hier stimmt doch was nicht…?

In einer Stellungnahme vom heutigen Dienstagmorgen sprechen die Liberalen dem WBU-Chef und 1. Beigeordneten Karl-Gustav Mölle offen ihr Misstrauen aus:

„Da stinkt doch was…?

Weder WBU (als Verpächterin der Eishalle) noch die Pächterin der Eishalle haben die Zahlung einer Abstandssumme in Höhe von 650.000,- bestritten. Warum soll eine derart hohe Summe ohne Not gezahlt werden?

Die Pächterin hat ein Sonderkündigungsrecht, wenn Investitionen über 150.000,- EUR anfallen. Dies könnte sie wegen einer fälligen Investition über angeblich 800.000,- EUR wahrnehmen. Tut sie aber nicht.

Die WBU könnte abwarten, um am 15.07. festzustellen, dass die Pächterin ihrer Vertragspflicht (nämlich Eislaufzeiten anzubieten) wegen der defekten Eisanlage nicht nachkommt. Die WBU könnte dann ihrerseits den Vertrag kündigen. Tut sie aber auch nicht.

Im Sachstandsbericht zur Eishalle ist nachzulesen, dass die Pächterin ALLE Kosten des Betriebes und die Unterhaltung der Eissporthalle zu tragen hat. Also volles Risiko bei der Pächterin, null Risiko bei der WBU. 2007 konnte die Pächterin schon die Kosten für die Dachsanierung nicht aufbringen (knapp 400.000,- EUR).

Die Stadt sprang ein. Hier war schon ersichtlich, dass die Pächterin niemals in der Lage sein wird, eine neue Eisanlage zu finanzieren. War dieser Pachtvertrag vielleicht viel zu einseitig zu Lasten der Pächterin? Hat die Stadt Angst vor einer nachträglichen rechtlichen Überprüfung des Pachtvertrages und zahlt lieber eine gewisse Summe? Wir hätten gern Antworten auf diese Fragen. Leider schweigt die Stadt dazu.

Am Donnerstag (28. Juni) ist dies wohl erneut Thema in der Ratssitzung, heute ist die Übergabe der Unterschriften an den Bürgermeister geplant.

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