GWA-Großbrand durch Selbstentzündung verursacht – Löscharbeiten bis Sonntagabend: Fotogalerie

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Die Feuerwehr Dortmund unterstützt die Löscharbeiten - die bis Sonntagabend weiterhin andauerten - mit ihrem Telekopmast. (Fotos: Rundblick Unna)
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Der verheerende Großbrand auf dem GWA-Recyclinghof Bönen hat Millionenschäden verursacht. Am Montagnachmittag stand offiziell auch die Brandursache fest. Es war Selbstentzündung, berichtet die Kreispolizei Unna. Ihre Brandermittler hatten die niedergebrannten Hallen am heutigen Montag (2. 7.) untersucht.

Für bis zu 200 Feuerwehrleute, unterstützt vom Rotem Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst, bedeutete der Kampf gegen Flammen und meterhohe Rauchsäulen seit Samstagvormittag einen Kraftakt, der am Sonntagabend (1. Juli) immer noch nicht beendet war.

Noch um 21 Uhr löschten Einsatzkräfte der Feuerwehr Dortmund mittels Teleskopmast  die Brand- und Glutnester ab. Die heruntergebrannten Hallen sind nur noch Ruinen. Das Gelände gleicht einem Trümmerfeld.

Den Einsatzmarathon unterstützten wie oben geschildert Malteser und DRK. So versorgte das Rote Kreuz Bönen die Kräfte vor Ort von Samstagmittag an mit frisch gekochter Verpflegung.

Während der fieberhaften Löscharbeiten am Samstag wurde der Teleskopmast der Feuerwehr Bergkamen durch Hitzeeinwirkung zerstört. Die Schadenshöhe wird auf rund 350.000 Euro beziffert. Bis Sonntag erlitten 9 Feuerwehrleute – zum Glück leichte – Verletzungen, am Montag erhöhte sich die Verletztenzahl noch auf 10.

Zum Brandgelände an der Industriestraße machten sich am Sonntag noch Schaulustige auf. Manche versuchten, mit dem Pkw geradeaus über die mit Löschschläuchen übersäte Fahrbahn direkt zum GWA-Hof zu gelangen, wurden jedoch spätestens 200 Meter vor der Einfahrt wieder zurückgeschickt. Am Samstag seien ganze Familien zum „Katastrophentourismus“ aufgebrochen, schilderten uns Hilfskräfte: Die Warnbeschilderung sei oftmals einfach ignoriert worden.

Und die Abschlussmeldung der Feuerwehr Bönen vom Montagabend:

Gegen 17:00 Uhr am Montag (2. 7.) war der Brand gelöscht. Den ganzen Tag über waren noch ca. 50 Einsatzkräfte aus dem Kreis Unna mit Nachlöscharbeiten in den vier völlig ausgebrannten Hallen beschäftigt. Bei den Räumarbeiten wurden immer wieder einzelne Brände entfacht, die jedoch zügig mit B- und C-Röhren gelöscht werden konnten.

Auch nach dem Abrücken der letzten Kräfte um 18:00 Uhr gehen die Räum- und Abrissarbeiten weiter. Für den Fall, dass es im Zuge dieser Arbeiten noch zu Rauchentwicklung oder kleineren Entstehungsbränden kommen sollte, wurden eine Schlauchleitung und mehrere Strahlrohre nicht zurückgebaut, so dass die Mitarbeiter selbst tätig werden können. Nicht zuletzt wurde eine Nachtwache angeordnet.

Während des zweieinhalbtägigen Einsatzes waren nach einer ersten Schätzung insgesamt ca. 1.500 Kräfte mit vermutlich mehr als 330 Fahrzeugen aus weiten Teilen des Landes NRW vor Ort.

 

Hier Impressionen vom Sonntagabend – 36 Stunden, nachdem das Feuer in einer der GWA-Hallen als zuerst harmloser Schwelbrand ausgebrochen war.

 

 

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