Menschenhandel und Sozialleistungsbetrug: Betrüger-Bande macht Millionen

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Symbolbild (Pixabay, angelolucas)
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Durchsuchungen auch im Kreis Unna.

Die Polizei Dortmund hat am gestrigen Dienstag (3. Juli) Wohnungsdurchsuchungen in Dortmund, Lünen und Schwerte durchgeführt. Grund ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen mehrere rumänische Staatsbürger. Sie sollen nicht nur des Menschenhandels, sondern auch des bandenmäßigen Sozialleistungsbetrugs schuldig sein, berichten Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Länderübergreifende Ermittlungen der Behörden führten zu vier Festnahmen. Gegen eine Frau (28) sowie drei Männer im Alter von 31, 39 und 41 Jahren wurden Haftbefehle vollstreckt.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Erkenntnisse, dass rumänische Staatsangehörige unter Ausnutzung organisierter Strukturen nach Dortmund gebracht und dazu gezwungen wurden, rechtmäßig an sie ausgezahlte staatliche Leistungen an Hintermänner weiterzuleiten. Die Männer und Frauen selbst lebten von einem Bruchteil der Leistungen in einfachsten Verhältnissen. Sie mussten Konsequenzen fürchten, wenn Zuwendungen nicht weitergeleitet wurden, so die Pressestelle der Dortmunder Polizei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bande einen Gewinn im Millionenbereich erzielte.

„Das Thema Sozialleistungsbetrug berührt die Bürgerinnen und Bürger. Denn hier wird die Hilfsbereitschaft des Staates ausgenutzt. In diesem Fall werden zudem Menschen ausgenutzt, die in unserer Stadt am Existenzminimum leben müssen. Das gilt es konsequent zu unterbinden“, so Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange.

16 Objekte durchsuchten die Beamten in Dortmund, Lünen und Schwerte, zeitgleich elf in Rumänien. Die rumänische Polizei wurde dabei von Dortmunder Polizisten unterstützt.

Über 700.000 Euro stellten die Beamten sicher, Bargeld und Fahrzeuge wurden gepfändet. „Damit sind die Beträge zur Sicherung einer möglichen späteren Einziehung gesichert“, erklärt die Polizei.

Die Ermittlungen dauern an.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Umstellung von Geld.- auf Sachleistung würde das Problem minimieren. Ist aber nicht möglich dank SPD, Grüne , Linken und pro Asyl Zitat: „Das ist eine Rückkehr in die migrationspolitische Steinzeit und eine menschenunwürdige Praxis,“ Zitat Ende. Mir erschließt sich nicht was daran menschenunwürdig sein soll. Also weiter so, Plünderung der Sozialkassen bis nichts mehr da ist