Nach ernüchternder Begehung: Initiative erwägt Bürgerverein zur Rettung der Eishalle

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Wilhelm Ruck von der Initiative "UNNA.braucht.EIS" am Rand der eisfreien Eisfläche am Montag bei der Begehung der Halle. (Foto: Rundblick Unna)
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„Dass die Anlage marode war, hatten wir uns gedacht. Aber…“

… aber ein derart niederschmetterndes Urteil von zwei Kältetechnikern unabhängig voneinander hätte die Bürgerinitiative nicht erwartet, fasste Wilhelm Ruck von „UNNA.braucht.EIS“ am Montagabend die Gedanken der BI-Vertreter zusammen.

Sowohl der Techniker der WBU, Thorsten Speck, als auch sein von der Initiative bestellte Fachkollege Christoph Wetzel aus Köln hatten dem Zustand der Kälteanlage ein niederschmetterendes Zeugnis ausgestellt. Letzlich könne man alles nur noch abreißen.

– Unseren Bericht dazu – mit Fotogalerie – finden Sie HIER.

Das harsche Urteil des externen Technikers habe die BI-Vertreter schon ein wenig „verwundert“, resümiert Wilhelm Ruck bei einem Telefonat mit Rundblick Unna seine ersten Eindrücke dieses Nachmittags.

Nachdenklichkeit bis Skepsis: v.li Andreas Pietsch, Wilhelm Ruck, Christoph Wetzel.

„Verwundert“ habe die BI auch die doch sehr plötzliche und kurzfristige Einladung zu dieser Begehung seitens der Stadt: Am Freitag wurden sie informiert, dass sie am Montag in die Halle könnten. Dies will Ruck aber nur am Rande bemerken.

Stutziger machte ihn und seine BI-Kollegen das doch sehr harte Urteil über die Kälteanlage. Bei einem Gespräch mit dem Techniker des TÜV, der 2017 die letzte Abnahme vorgenommen hätte, hätte sich das weniger dramatisch und endgültig angehört. „Wir werden mit Herrn Wetzel bezüglich seiner Einschätzung noch einmal Rücksprache nehmen.“

Der Gedanke der BI-Vertreter angesichts dieser Zustandsbeschreibung sei gleichwohl – trotz gegenteiligen Ratsbeschlusses – jetzt schon, betont Wilhelm Ruck:

„Die Stadt ist in der Verantwortung.“

Die Initiative erwäge nun die Gründung eines Bürgervereins zur Rettung der Halle – mit dem Ziel eines Bürgerbegehrens gegen den Ratsbeschluss vom 28. Juli, die Halle (ausgesetzt bis zum Jahresende) aufzugeben.

 

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4 KOMMENTARE

  1. Es ist schon bezeichnend, erst werden grundsätzliche Zweifel an den Aussagen der Politik geäußert und man fordert einen eigenen Sachverständigen. Nur dummerweise kommt der zum selben Ergebnis. Das Leben ist eben nicht wie bei Pipi Langstrumpf (Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt).

    So wie es scheint, sollte man an dieser Stelle einen Haken an die Geschichte machen, denn weder ein Bürgerverein noch eine Bürgerinitiative können hier irgendetwas retten. Offenbar ist jeder Euro, den man in so ein Projekt steckt, ein verlorener Euro.

  2. Hier wird doch wohl nicht wirklich jemand daran geglaubt haben, das es eine Rettung der Eishalle geben könnte, wenn die Stadt doch schon an eine Wohnbebauung denkt?
    Aber auch eine Bebauung wird nicht so einfach umgesetzt werden können. Bei meinem gestrigen Spaziergang rund um das Eishallengelände habe ich dort seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten aufgefunden, die nicht so einfach aus ihrer gewohnten Umgebung verjagt werden dürfen, da diese unter das Artenschutzgesetz fallen. Ich fand dort unter anderem den seltenen „Eismaschinenvogel“ sowie einige der harmlosen „Abstandssummenkröten“ aber auch das „unsichtbare Rücklagen-Faultier“. Desweiteren wachsen dort auch Bäume, die nicht ohne weiteres gefällt werden dürfen. Zum Beispiel, die schnell wachsende „Abrissbirne“ oder der „rote Veräppel-euch-Baum“.
    Spaß beiseite! Man sollte sich vielleicht vor der Bebauungsplanung noch von der Schwimmhalle trennen, die ja sowieso den ganzen Sommer wegen „Renovierungsarbeiten“ geschlossen ist. Dann hat man doch gleich viel mehr Platz zum Bebauen und die Einnahmen können noch mehr sprudeln. Ach ja, und der Tennisplatz ist doch wohl auch längst nicht mehr rentabel:(
    Also, alles platt machen und neu bebauen, am besten schöne, große 6-11 stöckige Wohnanlagen. Das bringt richtig Stimmung in die Siedlung;)))