Vorsätzliche Brandstiftung – Explosion in Altena wirft Fragen auf, Verdächtiger in Haft

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Symbolbild (Pixabay)
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Noch immer ist unklar, wer der Tote ist.

Wie die Polizei des Märkischen Kreises berichtet, liegen die Hintergründe der Explosion in einem Altenaer Wohnhaus noch immer weitestgehend im Dunkeln.

Am Mittwoch (18. Juli), hatten sich offenbar zwei Männer gegen 11.30 Uhr in dem leerstehenden Einfamilienhaus befunden. Sie kamen mit einem PKW mit französischen Kennzeichen. Laut Zeugenaussagen begaben sich die Männer mit Kanistern auf das Grundstück des Hauses. Kurz nachdem sie das unbewohnte Haus betreten hatten, kam es wohl zu der Explosion, an die sich der Brand anschloss.

Im Dachgeschoss verstarb dabei eine Person, die Identität ist noch immer unklar. Die Feuerwehr barg die Leiche, sie soll in der kommenden Woche in der Gerichtsmedizin Dortmund obduziert werden.

Die zweite Person, ein 33-jähriger in Frankreich lebender Mann, kam per Rettungshubschrauber mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Brandverletzungen in eine Klinik nach Duisburg. Mehrere Ersthelfer hatten den Mann versorgt.

„Der 33-Jährige befindet sich auf dem Weg der Besserung und wurde noch am Tattag vorläufig festgenommen“, berichtet Polizeisprecher Marcel Dilling. Ein Amtsrichter erließ Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Gebäude vorsätzlich in Brand gesetzt wurde, die Polizei des Märkischen Kreises ermittelt.

„Die Ermittlungen zum Vorfall gestalten sich äußerst umfangreich und werden voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch nehmen“, so der Polizeisprecher. Einen politischen oder fremdenfeindlichen Hintergrund hat die Tat aber wohl nicht.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt es derzeit keine weiteren Angaben.

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