Ausverkauf läuft – Inventar aus Unna tut bereits in anderer Eishalle willkommene Dienste

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Die verlassene Eisfläche bei der Besichtigung am 16. Juli. (Archivbild RBU)
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Es klingt in den Ohren Unnaer Eissportfans wie bitterer Hohn.

„Seit Juni ist die Eishalle im westfälischen Unna geschlossen. Die Stadt entschied sich aus Kostengründen, das Freizeitangebot einzustellen“, schreibt die „Bergische Landeszeitung“ in ihrer Onlineausgabe. Mit keinem Wort ist die Rede davon, dass die Schließung zunächst ausgesetzt ist und Rettungsversuche für die Halleauf vollen Touren laufen.

Denn diese Schließung, die beschlossen und doch noch nicht ganz beschlossen ist, „ist schlecht für die Eisläufer in Unna, aber gut für die Bensberger Kufenfreunde der Eisarena an der Saaler Mühle“, frohlockt die Zeitung. Denn seit Kurzem steht der Unnaer „Eishobel“ in der Bensberger Eishalle.

Das elektrisch betriebene Gerät sei für den Eissportverein Bergisch-Gladbach ein gutes Geschäft gewesen, freut sich die dortige Eissportgemeinde. Ab Saisonstart Mitte September wird der weiß-blaue, „Eisbär“ durch die Halle kurven und das Eis wieder spiegelglatt polieren. In der vergangenen Saison tat er das noch in Unna.

Die Bensberger Eishallenbetreiber haben, laut Zeitung ebenfalls „für günstiges Geld“, noch weiteres Inventar aus Unna erwerben können: 500 Paar Leihschlittschuhe zum Beispiel oder einige 100 Meter Reflektionsfolie. Die „guten Verbindungen von Bensberg nach Unna“ hätten es möglich gemacht.

Die Eishalle im Bergischen steht vor der größten Investition der letzten Jahrzehnte: Im September wird die Kälteanlage erneuert, die seit Inbetriebnahme der Halle 1979 im Einsatz ist. Das bedeutet Abschied vom Ammoniak. Eigentümerin der Bensberger Eishalle ist die Stadt, ähnlich wie in Unna die Stadttochter WBU.

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