Schlägerei am Rathaus: Polizei gibt Statement ab – Weiterer Augenzeuge: „Das war Krieg. Unna hat seine Unschuld verloren.“

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Rathausplatz bei Nacht. (Archivbild RBU)
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„Das war Krieg. Das hätte Tote gegeben. Die Darstellung der Polizei ist eine Farce.“

Ein weiterer Augenzeuge der Schlägerei vom Mittwochabend auf dem Rathausplatz (Bericht HIER) hat am Montagmittag (6. 8. 18) gegenüber Rundblick Unna die Schilderungen einer Leserin nicht nur bestätigt – er entwirft ein regelrechtes Schreckensszenario jenes Abends, das in dem Fazit gipfelt:

„Das war eine Schlacht, die mit Toten hätte enden können. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.“

Zugleich bekamen wir auf Nachfrage zwei Statements der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna. 

Polizeisprecherin Ute Hellmann

Auf unsere telefonische Bitte, den Abend aus Sicht der Polizei noch einmal zusammenzufassen, schickte uns Polizeisprecherin Ute Hellmann zunächst folgende Mail:

„Am Mittwoch, 01.08.2018, gegen 21:30 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis über eine Schlägerei auf dem Rathausplatz in Unna.

Als die die eingesetzten Beamten wenige Minuten später am Einsatzort ankamen, trafen sie jeweils vier Personen aus zwei Gruppen an.

Die Personalien der Personen wurden festgestellt und die Personen durchsucht.

Zwei Personen aus der einen und drei Personen aus der anderen Gruppe wiesen leichte Verletzungen auf. Nach Befragung von Zeugen hatten mehrere Personen die Örtlichkeit bereits vor Eintreffen der Polizei verlassen.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurde gegen die übrigen Beteiligten vor Ort ein Platzverweis ausgesprochen, der auch von allen befolgt wurde.“

Wir baten Frau Hellmann um Beantwortung weiterer fünf Punkte:

1. Warum berichtete die Polizei nicht initiativ über diesen Vorfall, der in der Innenstadt für ziemliches Aufsehen sorgte?

2. Ist die Darstellung verschiedener Augenzeugen richtig, dass es sich bei den jungen Männern um Südländer handelte?

3. Gab es unter den Beteiligen polizeibekannte Personen?

4. Handelte es sich bei den beiden Gruppen um Lager unterschiedlicher Nationalitäten und/oder Wohnorte (z.B. Bönen-Unna)?

5. Wären aus Sicht der Polizei noch weitere Zeugenaussagen hilfreich bzw. sollen sich noch weitere Zeugen melden?

Daraufhin mailte uns die Polizeisprecherin folgende Antwort zu:

„Zu den Personalien der Beteiligten kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:

·         drei 19-Jährige aus Afghanistan , wohnhaft in Unna

·         ein 18-Jähriger aus dem Iran, wohnhaft in Unna

·         ein 18-Jähriger aus dem Irak, wohnhaft in Unna

·         zwei 18-Jährige aus Syrien, wohnhaft in Unna

·         ein 21-Jähriger ungeklärter Staatsangehörigkeit, wohnhaft in Holzwickede.“

Jetzt lassen wir einen weiteren Augenzeugen zu Wort kommen, der sich bei der Lektüre unserer beiden Berichte vom Wochenende „maßlos darüber aufregte“, wie die Unnaer Polizei hier Wahrheiten vertusche.

Der langjährige Unnaer ist regelmäßiger Besucher der Innenstadt und war an jenem Abend auf dem Rathausplatz Augenzeuge von jenem Moment an, in dem die schweren Auseinandersetzungen begannen.

Auch er möchte, wie die Zeugin aus dem Alimentari, zu seinem eigenen Schutz und dem seiner Familie nicht namentlich genannt werden.

Der Rathausplatz am Abend. (Archivbild RBU)

Das sah und erlebte dieser Zeuge:

„Die Darstellung der Polizei ist eine absolute Farce. So eine Massenschlägerei mitten in der Stadt derart zu verharmlosen – es ist eine Sauerei, was hier abläuft.

Die Schilderung der Zeugin im Rundblick vom Wochenende entspricht mit jedem Wort den Tatsachen. Ich würde höchstens sagen, dass es noch schlimmer war.

Wir haben hier eine Schlacht erlebt. Das war Krieg. Mitten in Unna. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.

Die Schlägereien fingen gegen 20.30 Uhr an. Die prügelten sich überall, wie von der anderen Zeugin beschrieben. An jeder Ecke, mit brutalster Gewalt.

Es waren 50 bis 70 Leute. Hier von „Jugendlichen aus dem Großraum Unna“ zu sprechen wie die Polizei ist eine bodenlose Frechheit. Das waren keine Jugendlichen! Das waren alles Männer um die 20,  und es war kein einziger Deutscher darunter zu sehen. Alles Syrer, Araber, Türken, Albaner… auch junge Damen, die rumgekreischt haben und das Ganze noch befeuerten.

Als es losging, wurde sofort die Polizei gerufen. Es dauerte bestimmt 15, 20 Minuten, bis die kam. Sie kam zunächst mit EINEM Einsatzwagen. Die haben den gesehen, gelacht und sich weitergeprügelt.

Das sind absolut respektlose Personen gegenüber der Obrigkeit. Die haben sich geprügelt wie die Kesselflicker, mit Messern, Schlagketten, Gürteln, einfach das volle Programm und grenzenlos brutal. Das war der Horror an sich.

Vor dem Alimentari lag ja dieser blutende Mann, von dem Ihre Zeugin berichtete. Ich habe auch gesehen, wie er da lag. Wenn der nicht mit Stühlen abgeschirmt worden wäre, hätten die ihn totgeschlagen. Ich bin mir sicher, dass es Tote gegeben hätte an diesem Abend.

Es dauerte gut eine Stunde, bis es vorbei war. Da war dann auch Polizeiverstärkung eingetroffen. Dazu waren drei große RTW da plus Notarztwagen. Ich frage mich, wieso das von der Polizei mit keinem Wort erwähnt wird!

Meine Frage ist sowieso:

Warum nimmt man keine Hundertschaft? Oder kann man hier inzwischen tun und lassen, was man will?

Ich habe übrigens schon um 17.30 Uhr das erste Mal die Polizei angerufen, weil ich einen Mann um die 20 sah mit einem völlig entstellten Gesicht. Er ging mit 6, 7 anderen zum Bahnhof runter. Dieser Typ war blutgetränkt. Ich bat die Polizei, sie solle bitte zum Bahnhof fahren, da käme noch was nach. Es kam kein einziger Polizeiwagen.

Ich erwarte von der Stadtverwaltung und von unserem Herrn Bürgermeister eine Stellungnahme zu diesem Horror. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.“

  • Name und Anschrift des Zeugen sind der Redaktion bekannt.

Bereits die Katharinenkirmes im vergangenen Oktober war von Krawallen durch Asylbewerber überschattet worden – Bericht HIER.

 

 

 

 

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16 KOMMENTARE

  1. Komisch, habe ich mir irgendwie anders vorgestellt die Einstellung zum Leben hier bei den traumatisierten, vor Krieg und Gewalt Geflüchteten. Dachte immer sie müssten hier die Gewalt, vor der sie angeblich geflohen sind, verarbeiten und wünschten sich ein gewaltfreies und ruhiges Leben.
    Aber vielleicht handelt es sich hier ja nur um die wenigen Sozialschmarotzer, die mit ihrem Handys schnell ein paar Landsleute zusammentrommeln um ein wenig Spass zu haben.

  2. Bewaffnete Horden fallen in Unna ein und die Polizei hat nichts anderes zu tun, als solche Dinge herunterzuspielen. Ist wohl von „oben“ so angeordnet?!?!
    Und wenn ich dann schon immer lese: „Unna ist Bunt“!
    Das einzig bunte werden wohl auf Dauer die Augen der mit solcherlei Aktionen völlig überforderten „Altbürger“ sein! Wenn es mal so glimpflich ausgehen wird.
    Ich möchte doch nur sicher und in Frieden in meiner Heimatstadt leben.

  3. So wie bestellt wird geliefert..
    Traurig aber wahr
    Ja solange sie sich untereinander die Köpfe einhauen ist mir das völlig egal…
    Es wird nur böse wenn von den Asylanten unbeteiligte mit hinein gezogen werden…
    Dann kann man nur hoffen das das dann auch die Leute trifft die NICHT AFD gewählt haben und diese völkerwanderung befürworten..
    Unna ist bunt … zum kotzen ist der Slogan….
    Wenn man mittags nach der Arbeit durch die Stadt geht ebend die Ecke HauptSparkasse
    Bis zum Rathaus sieht Man diese Asylanten schon immer da rum hängen..
    Ich verstehe sowieso nicht warum die nicht arbeiten müssen und wenn sie den Müll im bornekamp aufheben müssen… man sieht ja was die Langeweile macht..
    Und ja es sind keine Flüchtlinge in meinen Augen ..
    Diese jungen Männer sollten in ihren Heimat Ländern den Terror vertreiben Aufbau Arbeit leisten und die Frauen und Kinder hier her flüchten lassen…
    Aber es hat nix mit Kriegsflüchtlinge zu tun ..
    Da sie ja anscheind gewaltbereit sind und nicht davor weglaufen..
    Und die Polizei …nicht zu glauben das da die Tatsachen so massiv verdreht werden…
    Trauriges Deutschland..
    Ja ich weiß ich kann ja auch auswandern

  4. Ist mir erst jetzt aufgefallen, der falsche Sprachgebrauch der Pressemitteilung. Zu den bekannten und unbekannten (was ja eigentlich nicht sein dürfte) Staatsangehörigkeiten ist jeweils angegeben: wohnhaft in Unna / Holzwickede. Habe mal eine Suchmaschine beauftragt mit dem Ergebnis; wohnhaft ist ortsansässig, seinen Wohnsitz habend, sesshaft, zu Hause; . Vielleicht sollte man dann zukünftig doch bei dem Klientel sagen: untergekommen mit Vollverpflegung und zusätzlichem Taschengeld um den Jahresurlaub in dem Land zu verbringen aus dem sie angeblich vor Verfolgung und Gewalt geflohen sind..

  5. […] da vor sich hatten, als am Mittwoch voriger Woche (1. August) – wenige Stunden, bevor sich syrische und afghanische Zuwanderer auf dem Rathausplatz eine erbitterte Prügelei liefern würden – ein junger Mann im Autohaus erschien. Er wollte, ganz normal soweit, ein […]