Gefährliches Lifestyle-Erlebnis: Experten warnen vor Vergiftungen durch Wasserpfeifen

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Symbolbild. (Pixabay, pixcarraldo)
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Bereits Passiv-Rauchen ist massiv gefährlich.

Eine junge Frau kollabiert auf der Treppe im Hausflur, ihr Freund kann sie auffangen, alarmiert aber den Rettungsdienst. Dann der Schock: Die Lungenspezialisten des Klinikums Dortmund stellen eine hochgradige Kohlenstoffdioxid-Vergiftung bei der 21-Jährigen fest.

Was war passiert?

„Die Patientin hatte angegeben, lediglich ein- bis zweimal an einer Shisha, also an einer Wasserpfeife gezogen zu haben“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Bernhard Schaaf, Direktor der Klinik für Pneumologie im Lungenzentrum des Klinikums.

Die Mediziner konnten die 21-Jährige nur unter Gabe von hochdosierten Sauerstoff retten. Genauere Untersuchungen ergaben schließlich, dass die Vergiftung der jungen Frau durch Passiv-Rauchen verursacht wurde. Eigentlich nämlich hatte ihr Freund die Shisha konsumiert, sie saß größtenteils bloß neben ihm. „Studien haben ergeben, dass bereits das bloße passive Einatmen von Shisha-Qualm hochgradig gefährlich ist“, so PD Dr. Schaaf.

„Der Tabak in einer Wasserpfeife wird nicht wie bei der Zigarette direkt verbrannt, sondern bei niedrigen Temperaturen verschwelt. Dabei entstehen Gifte wie Acetaldehd, Acrolein oder Benzol in hohen Konzentrationen. Um das mal zu vergleichen: Mit dem Rauch einer Wasserpfeife nimmt der Konsument sogar mehr Gifte auf als mit filterlosen Zigaretten.“

Im Lungenzentrum des Klinikums, in dem neben den Pneumologen auch Thorax- Chirurgen arbeiten und u.a. auch Lungenkrebs-Patienten therapiert werden, sehen die Experten den leichtfertigen Umgang mit Shisha-Pfeifen jedenfalls mit Sorge. „Wir rechnen damit, dass die Zahl der Lungenkrebs-Fälle in der Zielgruppe der Wasserpfeifen-Raucher massiv steigen wird“, so Dr. Schaaf.

Laut Marc Raschke, dem Pressesprecher des Klinikums, ist der Fall der jungen Frau kein Einzelfall: „Die Zahl der Betroffenen nimmt zu, weil das Risiko überhaupt nicht (bzw. nicht richtig) eingeschätzt wird, da Shisha inzwischen beinahe ein Lifestyle-Erlebnis in chilligen Lounges oder Sommer-Liegewiesen geworden ist. Aber das stylige Konsum-Umfeld darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Shisha-Raucher ihrem Körper pure Giftstoffe zuführen.“

Priv.-Doz. Dr. Bernhard Schaaf ist Direktor der Klinik für Pneumologie im Lungenzentrum des Klinikums in Dortmund (Foto: Klinikum DO)

Auch die Universitätsklinik in Düsseldorf warnte, bereits im letzten Jahr, vor Vergiftungen durch Wasserpfeifen. Zum Artikel geht’s HIER.

Quelle: Pressemitteilung des Klinikum Dortmund

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