Stadtteilkoordinatorin in Königsborn: Lisa Hielscher zeigt Perspektiven auf

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Die Psychologin Lisa Hielscher arbeitet als Stadtteilkoordinatorin in Königsborn. (Copyright/Foto: Kreisstadt Unna)
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Den Menschen im Quartier Perspektiven zu eröffnen, darum geht es der Stadtteilkoordinatorin für Königsborn, Lisa Hielscher. In einer Pressemitteilung stellt die Stadt Unna die 30-Jährige und ihre Arbeit vor.

Die Psychologin ist Ansprechpartnerin für das Fachkräftenetzwerk in Königsborn und für viele Menschen im Quartier die Verbindung in das Unnaer Rathaus. Die Fachkräfte und Lisa Hielscher wollen Perspektiven aufzeigen und immer wieder neue Projekte ins Leben rufen.

Neues Büro

Die Arbeit ist nicht immer einfach, denn Lisa Hielscher muss tagtäglich Lücken stopfen – Lücken in Präventionsketten. Und davon gibt es im Unnaer Stadtteil Königsborn rund um die Berliner Allee noch einige. Die Psychologin arbeitet als Stadtteilkoordinatorin im Bereich Jugend und Familie bei der Kreisstadt Unna. Ihr Büro liegt an der Frankfurter Straße. Die neuen Räumlichkeiten teilt sie sich dort mit Mitarbeitern des Jobcenters und der Werkstatt Unna.

Die 30-Jährige geht in ihrem Job auf. „Er ist sehr vielfältig und breit gestreut. Kein Tag ist wie der andere. Es gibt immer wieder etwas Neues“.

Bindeglied und Kontaktstelle

Lisa Hielscher ist auf der einen Seite das Bindeglied zu dem Netzwerk, bestehend aus unterschiedlichen Fachkräften. Auf der anderen Seite hält sie den Kontakt zu den jeweils zuständigen Kollegen im Rathaus der Kreisstadt.

Ob Schulsozialarbeiter, Mitarbeiter der in Königsborn angesiedelten Kitas oder auch das Café Knirps – all diese können sich mit ihren Sorgen und Nöten an Lisa Hielscher wenden. Es ist nicht die Aufgabe der Fachkräfte, die Welt zu retten, „aber ein bisschen besser machen können wir sie schon“, sagt Hielscher.

Auch für das Netzwerk Königsborn ist sie feste Ansprechpartnerin und nimmt an diesen Treffen teil. Denn diese Zusammenkünfte sind für Lisa Hielscher zugleich auch eine Informationsquelle. Was sind die akuten Probleme, wo fehlt was? Das erfährt sie dort aus erster Hand.

Unterstützungssystem

Die verschiedenen Dienste und Einrichtungen der Kreisstadt Unna sollen langfristig ein adäquates Unterstützungssystem aufbauen. Dazu gehört in einem ersten Schritt auch die Früherkennung individueller und sozialer Risiken, um Familien rechtzeitig Angebote unterbreiten zu können. Dies ist der Schlüssel zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und ihren Familien. Allerdings kann das Fachkräftenetzwerk um Lisa Hielscher auch nur dort Hilfe leisten, wo Hilfe auch gewollt wird. Und das ist beileibe nicht immer der Fall. Gerade Jugendliche im Quartier seien schwer zu erreichen, sagt Lisa Hielscher.

Zu den Klienten, die von den Fachkräften betreut werden, gehören alleinerziehende Väter genauso, wie auch Familien, in denen psychische Erkrankungen vorliegen. Kulturelle Diversitäten oder auch Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern – nicht immer ist alles nur schön, was den Fachkräften aus dem wahren Leben widergespiegelt wird. Oftmals sind dies negative Folgeerscheinungen von Armut und daraus resultierend erschwerte Teilhabechancen im Bereich Bildung, schlechtere Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Gesundheit und Psyche.

Manchmal sind es aber auch „nur“ Sprachkurse, die benötigt werden.

Niederschwellige Projekte

Hier versuchen Lisa Hielscher und das Fachkräfte-Netzwerk, mit niederschwelligen Projekten und Maßnahmen den Problemen zu begegnen und Hilfestellungen anzubieten. „Wir wollen eine Chancengleichheit für alle betroffenen Personen – sei es in der Bildung oder auch im Beruf.

Es geht einfach um die Verbesserung der Lebenschancen“, sagt Hielscher. Angebote gibt es dafür in Königsborn einige. Der Falken-Kinderclub, das Schulzentrum oder aber auch Angebote im Taubenschlag – „da wird einiges getan“. Künftig werden weitere Projekte aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) beantragt, „denn wir wollen in Königsborn weiter vorankommen.“

Immer wieder stellt die Psychologin aber auch fest, dass es für einige Klienten Barrieren gibt, auch bedingt durch kulturellen Hintergrund der Klienten. Auch hier springt Lisa Hielscher ein. Manchmal sei schon die Hemmschwelle der Klienten zu groß, im Rathaus einen Antrag zu stellen.

Dafür ist es eben von Vorteil, nicht nur mit einem Büro vor Ort zu sein. Auch die enge Verzahnung mit dem Jobcenter und der Werkstatt Unna und den daraus resultierenden kurzen Wegen erweist sich als sehr praktikabel. „Diese Kooperation ist wirklich ein großer Vorteil“.

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