Aggressiv Übernachtung gefordert – erst in der Tankstelle, dann bei der Polizei

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Symbolbild (Pixabay)
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Er forderte aggressiv kostenlose Übernachtung ein; erst in einer Tankstelle und danach bei der Polizeiwache. Sein letzter Wunsch konnte erfüllt werden.

Einige Arbeit hatte die Kreispolizei Soest am Donnerstag mit einem wohnsitzlosen jungen Mann in Bad Sassendorf. Gegen 16:30 Uhr erschien der 26-Jährige an einer Tankstelle und verlangte, er wolle dort übernachten.

Die Angestellten erklärten den herbeigerufenen Beamten, dass der junge Litauer bereits am Vortag auf dem Tankstellengelände aufgekreuzt sei und gewünscht habe, den Rettungsdienst zu verständigen.

Die Beamten erklärten dem Wohnsitzlosen, er solle sich auf der Polizeiwache in Soest melden: Vielleicht könnte ihm die Stadt eine Übernachtungsmöglichkeit in einer städtischen Unterkunft zuweisen.

Gesagt, getan. Gegen 18:00 Uhr erschien der Mann auf der Wache. Allerdings hatte er nicht vor, sie an diesem Abend wieder zu verlassen: „Aggressiv forderte er eine Übernachtung auf der Wache ein“, berichtet Polizeisprecher Frank Meiske.

Nach mehreren vergeblichen Erklärungsversuchen wurde dem 26-Jährigen ein Platzverweis ausgesprochen. Doch der interessierte ihn nicht, er wurde erst recht aggressiv, hämmerte mit der Faust auf die Wachtheke und versuchte auch den Beamten zu schlagen.

„Da zu befürchten war, dass er nach Verlassen des Polizeigebäudes weitere randalieren würde, wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen und konnte so doch noch bei der Polizei übernachten“, schließt Meiske seinen Bericht trocken. „Allerdings zu dem Preis, dass Strafanzeigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruch gefertigt wurden.“

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