„Auskünfte zur Eishalle wie gewünscht gegeben“: WBU antwortet auf Vorwürfe von „UNNA.braucht.EIS“

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Die Eishalle Unna bei der öffentlichen Besichtigung Mitte Juli. (Archivbild RBU)
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Zum Thema Eissporthalle – vgl. die offenen Fragen der  Bürgerinitiative „UNNA.braucht.EIS“ zum Thema Eissporthalle („Fakten und Fragen“) – bekamen wir am Nachmittag folgende Stellungnahme der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU). Wir geben auch dieses Statement im Wortlaut wieder.

Frank-Holger Weber. (Foto: CDU Unna)

Stellungnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden der WBU, Herrn Frank-Holger Weber, zu den erhobenen Vorwürfen zum Thema Eissporthalle.

„Aufgrund der erhobenen Vorwürfe gegen die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Unna GmbH (WBU) möchte ich als Aufsichtsratsvorsitzender folgende Stellungnahme abgeben:

Vorab darf ich feststellen, dass die Geschäftsführung der WBU den Auskunftsersuchen des Vereins „Unna.braucht.Eis“ nachgekommen ist. So wurden bereits am 14.08.2018 die angeforderten Unterlagen an den Verein per Post (Einschreiben mit Rückschein) versandt. Der Rückschein ist bis zum heutigen Tage bei der WBU nicht eingegangen und aufgrund der Internetrecherche konnte sogar festgestellt werden, dass die Sendung bisher nicht abgeholt wurde.

Zu den Vorwürfen des ehemaligen Geschäftsführers der Sport- und Bäderbetriebe Unna GmbH nehme ich wie folgt Stellung:

Der Sanierungsbedarf der Eissporthalle war in der Vergangenheit mehrfach Thema im Aufsichtsrat der WBU und in politischen Gremien der Kreisstadt Unna. In diesem Zusammenhang stand nie ein Beschluss zur Schließung der Eissporthalle zur Diskussion. Der Vorwurf, die Schließung der Eissporthalle langfristig geplant zu haben, wird somit vehement zurückgewiesen. Dies ist eine Falschaussage.

Dem Aufsichtsrat obliegt neben der Feststellung des Jahresabschlusses die Genehmigung des Wirtschaftsplanes. Die Unterstellung, die Abstandszahlung bereits im Wirtschaftsplan 2017 eingeplant zu haben, wird ausdrücklich verneint.

Der Behauptung, dass die Eisaufbereitungsanlage bzw. die Eissporthalle bewusst durch die WBU „kaputtgefahren wurde“ bzw. dass diese Sanierungsmaßnahmen „hat schleifen lassen“, möchte ich widersprechen und gleichzeitig darauf hinweisen, dass für die Instandhaltung der Halle und sämtlicher technischer Anlagen grundsätzlich der Pächter der Eissporthalle zuständig war.

Die WBU hat sicherheitstechnische Maßnahmen begleitet und kontrolliert. Diesbezüglich kann festgehalten werden, dass der Pächter sich stets an alle sicherheitstechnischen Vorgaben gehalten hat.

Bisher bestand keinerlei Notwendigkeit, die Eissporthalle stillzulegen; der TÜV hat zuletzt bei seiner Untersuchung in 07/2017 eine uneingeschränkte Betriebserlaubnis bis 06/2020 erteilt. Zudem wurde die Eisaufbereitungsanlage durch eine Gaswarnanlage überwacht. Erst durch die Stilllegung der Eisaufbereitungsanlage bzw. den Versuch des sicheren Einschlusses des Ammoniaks im Juli 2018 sind Undichtigkeiten aufgefallen. Zu keiner Zeit waren die Besucher der Eissporthalle oder die Bevölkerung durch einen Austritt von Ammoniak gefährdet.

Hinsichtlich der schnellen Abwicklung ist Folgendes anzumerken:

Sobald Gerüchte über die Schließung einer Eissporthalle aufkommen, ist es regelmäßig zu beobachten, dass sehr zeitnah landesweite Anfragen von anderen Eishallenbetreibern bezüglich des spezifischen Equipments aufkommen. So auch im Fall der Eissporthalle in Unna.

Frank-Holger Weber.“

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