Erst an B1-Tankstation Hemmerde randaliert, dann verwirrt in Heeren – nun in Obhut

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Fachklinik für Psychiatrie / Symbolbild / Pixabay
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Der Randalierer von der B1-Tankstation Hemmerde ist am gestrigen Nachmittag direkt wieder auffällig und am darauf folgenden Morgen (24. 8.) im Krankenhaus gewalttätig geworden. Jetzt befindet er sich in fachkundiger medizinischer Betreuung.

Am Donnerstagmorgen (23. 8.) meldete sich wie berichtet der Werkstattbetreiber der Tankstation an der B1 beim Rundblick: Soeben habe die Polizei einen wildgewordenen, offenbar berauschten dunkelhäutigen Mann in Handschellen weggebracht.

Der morgendliche Besucher hatte auf dem Tankstellengelände unter anderem Altölkanister ausgekippt, die Mitarbeiter bepöbelt, Kleidung auf die B1 geworfen und dann Anstalten gemacht, sich an einem Fahrzeug zu vergreifen. Gemeinsam mit Tankstellenpächter Ahmet Imran hatte Simon Schwarzenberg den Mann überwältigt, noch bevor die Polizei kam.

Diese nahm den Randalierer, einen 34-jährigen Nigerianer mit Wohnadresse in Bergkamen,  zunächst einmal mit zur Wache.

Am späten Nachmittag wurde in Kamen-Heeren ein dunkelhäutiger Mann gesichtet, der dort angeblich nackt am Wald spazieren ging. Tatsächlich war es wieder derselbe Afrikaner, bestätigte uns Polizeisprecherin Ute Hellmann am Freitag auf Nachfrage:

Sie schildert, dass die Polizei den Randalierer zunächst am Morgen an der Tankstation Hemmerde zur Durchsetzung des Platzverweises in Gewahrsam genommen hatte – weil er in seinem Zustand – Alkohol und evtl. Drogen – den Anweisungen des Eigentümers und der Polizei nicht nachgekommen war.

„Die Voraussetzungen für eine mögliche Einweisung in eine LWL-Klinik waren zu dem Zeitpunkt nicht gegeben“, berichtet Hellmann. „Nach Ausnüchterung war der Mann daher zu entlassen.“

Am späten Nachmittag, gegen 18.45 Uhr, wurde der Nigerianer erneut „als hilflose Person“ im Bereich der Schillerstraße in Kamen-Heeren aufgegriffen. Er soll dort nackt herumgelaufen sein.

Man brachte ihn ins Krankenhaus. „Hier hat er heute Morgen eine Frau vom Personal tätlich angegriffen“, schildert die Polizeisprecherin am Freitagmittag (24. 8.).

Daher sei der 34-Jährige noch am heutigen Freitag vom Ordnungsamt unter polizeilicher Begleitung in die Psychiatrie eingeliefert worden.

Symbolbild / Pixabay

Grundsätzliche Antworten der LWL-Klinik zur Frage der Einweisung gewaltbereiter und -tätiger psychisch auffälliger Personen haben wir hier zusammengefasst: https://www.rundblick-unna.de/…/einweisung-psychisch…/

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