Tankstation-Randalierer aus der Zelle in die Klinik, aus der Klinik in die Zelle und wieder zurück…

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Ausnüchterungszelle. (Archivfoto / Symbolbild Bundespolizei)
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Er wurde in die Psychiatrie gebracht, war unverzüglich wieder draußen, pöbelte beim Brunnenfest herum, dann ging´s ab in die Zelle und schlussendlich erneut in die Psychiatrie nach Aplerbeck.

Der Kreispolizeibehörde droht möglicherweise eine ähnliche „Dauerkunden“-Erfahrung wie im vorigen Jahr mit dem gewalttätigen Wohnsitzlosen in Königsborn oder jüngst mit dem gewalttätigen Asylbewerber aus Fröndenberg.

Diesmal ist es der aggressive 34-jährige Afrikaner aus Bergkamen, der binnen drei Tagen schon wiederholt die Bekanntschaft mit der Polizeiwache in Unna sowie mit der Fachklinik in Aplerbeck gemacht hat.

Die Tankstation Hemmerde an der B1/Werler Straße. (Foto: Privat)

Am vergangenen Donnerstagmorgen (16. 8.) randalierte er zuerst an der B1-Tankstation Hemmerde. Die Polizei nahm ihn mit, sperrte ihn in die Ausnüchterungszelle.

Kurz nach seiner Entlassung griff man ihn als hilflose Person (nackt am Wald spazierend) in Kamen-Heeren auf.  Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er am Freitagmorgen eine Mitarbeiterin angriff.

Das Ordnungsamt verfügte Einweisung in die LWL-Klinik. „Dort blieb er allerdings nicht lange“, schilderte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am heutigen Nachmittag den weiteren Verlauf: Da keine richterliche Zwangseinweisung verfügt worden war, konnte der 34-Jährige die Klinik wieder auf eigenen Entschluss verlassen.

Am Freitagabend (bzw in der Nacht zu Sonntag) wurde er beim Brunnenfest in Kamen auffällig. „Er beleidigte dort Besucher“, berichtet Röwekamp. Den Kamener Kollegen gegenüber habe sich der Afrikaner aggressiv und renitent gebärdet. Also brachten sie ihn erneut in die Polizeiwache Unna, wo er in einer Zelle übernachtete.

Am nächsten Morgen sollte er wieder gehen. Dann, erzählt der Polizeisprecher weiter, passierte etwas Bizarres. „Er wollte dableiben. Er weigerte sich zu gehen.“

Dann werde man ihm beim Verlassen der Wache behilflich sein, kündigten die Beamten höflich, aber deutlich an, worauf der 34-Jährige erneut derart aggressiv reagierte, dass er zunächst erfolgreich wieder eine Zelle beziehen durfte. Auf Verfügung des Ordnungsamtes, schließt Thomas Röwekamp, brachte man ihn dann erneut in die LWL-Klinik Aplerbeck.

 

„Das ist unser momentaner Kenntnisstand“, schließt Thomas Röwekamp.

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