Ein vergesslicher Zehnjähriger, ein ehrlicher junger Finder und ein Handy-Happy-End für alle!

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Der Dankesbrief des überglücklichen Noah (10) an den 18-jährigen Handy-Finder Henrik. (Foto: Privat)
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Da war die Not groß: Noah (10) aus Unna vergaß am Stadtfestfreitag sein Handy in der Schule!

Konkret ließ er es auf dem EBG-Schulhof liegen. Da lag es nun. Oder lag es dort überhaupt noch, war es vielleicht längst geklaut worden?

Am Samstagmorgen rief Noahs Mutter bei der Polizei an. Nichts… kein Handy abgegeben. Sie schrieb einen Suchaufruf in verschiedenene Facebookgruppen. Nichts.

Der Samstag verstrich, die Familie hatte das Handy des Sohnemanns bereits abgeschrieben. Dann kam der Sonntag…

„Da meldete sich auf einmal eine Mutter bei uns, die erzählte, ihr Sohn – 18 Jahre – hätte am Samstag ein Handy gefunden. Auf Nachfrage, ob ich es mir anschauen könnte, meinte sie, dann das er es bei der Polizei abgegeben hätte“, begeistert sich Noahs Mutter.

Also sofort bei der Unnaer Polizeiwache angerufen – „und tatsächlich: Es lag da!“, freut sich die Unnaerin zusammen mit ihrem total erleichterten Sohnemann.

„Das Schöne, bzw. das Lustige war: Der Polizist testete dann mit Code“, erzählt Noahs Mutter lachend, „und er zeigte mir Bilder, und ich musste ihm die Bilder auch auf meinem Handy zeigen. Und dann fragte er mich: „Und wie heißen Sie auf diesen Handy? Ich sagte: ,Mama´“.

Der Polizeibeamte, schwärmt die Unnaerin, sei total nett gewesen. „Er meinte dann, dass der Finder ausdrücklich auf einen Finderlohn verzichten würde. Das wollte ich aber nicht. Ich habe dann die Mutter angeschrieben. Die Polizei gab mit aber auch die Handynummer von dem jungen Mann.“

Sie schrieb ihm dann eine Nachricht, und am nächsten Tag holte sich Hendrik – so heißt der ehrliche junge Finder – freudig überrascht einen Umschlag mit Geld ab, das Noah gegeben hatte. „Das muss er schließlich lernen, dass diese Sachen viel Geld kosten und man besser darauf achten muss“, findet seine Mutter. „Und so, wie dieser tolle Junge Anstand hatte, schrieb er mir später noch einmal eine Nachricht und bedankte sich für den großzügigen Finderloh!“

Der vergessliche kleine Handybesitzer setzte sich seinerseits aber auch hin und schrieb einen Brief – einen Dankesbrief voller Inbrunst an den ehrlichen Finder Hendrik.

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