Nach Unna zur Hertingerstraße gezogen – Jetzt stören die hohen Linden

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Eine mächtige, alte Linde. (Archivbild / Quelle Pixabay)
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Bäume, insbesondere mächtige Linden wie die an der Hertingerstraße, spenden Schatten, verbessern das Klima,  erfrischen die Luft. Sie machen aber auch Dreck – direkt als Bäume generell und indirekt, weil in (hohen) Bäumen gerne Vögel rasten, nisten und brüten.

Dieser gesammelte Schmutz stört ein kürzlich nach Unna gezogenes Paar so erheblich, dass es in einem Antrag an die Stadt darum bittet, die Bäume deutlich einzukürzen.

„Die Antragsteller beantragen, die an der Hertingerstraße stehenden Lindenbäume auf eine entsprechende Höhe zu kürzen, so dass dort keine Tauben mehr nisten können und auch weniger Dreck entsteht“, beschreibt die Verwaltung das Anliegen der Neubürger für die Beratung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 20. 9. Dieser muss entscheiden, ob er dem Wunsch auf massive Kappung der hohen Linden zustimmt.

Ende November vorigen Jahres, schreiben die Antragsteller, seien sie neu an die Hertingerstraße gezogen. „In diesem Jahr konnten wir die explosionsartige Vegetation der Lindenbäume verfolgen und mussten einiges ertragen.“

Das sind zum Beispiel „tonnenweise Blüten“ und klebende Blätter, die denn auch ins Haus getragen würden.

„Die Blätter nehmen und schon im Frühjahr so viel Sonnenlicht, dass wir künstliches Licht schon ab dem frühen Nachmittag betätigen müssen. Das kostet uns nicht nur sehr viel Energie, sondern ist auch nicht gerade umweltfreundlich.“

Klebrige Lindenblüten. (Foto: Pixabay)

Der eigens neu angebrachte Zaun sei von den vielen klebrigen Blüten und Blättern „schon sehr unansehnlich“ geworden, klagt das Paar. Der Rasen sei schon ziemlich mitgenommen, die Blätterflut verstopfe Dachrinnen und Kanalisation…

Und zu allem Ärger nisten in den hohen Baumkronen auch noch bevorzugt Tauben und Krähen,  was nochmal für zusätzlichen Dreck sorge. Das werde unterbunden, wenn die Bäume eben nicht mehr so hoch wären.

Sie wüssten sehr wohl, schließen die Anwohner, dass die Bäume gerade an dieser viel befahrenen Straße gute Luft brächten, doch seien sie „entsetzt“ darüber, dass die Linden nicht bürgerfreundlich eingekürzt würden.

Dies erwarten sie sich nunmehr durch ihren Antrag.

 

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