Plötzlich Fördergeld in Sicht: „Muss man die Stadt Unna zur Eishallenrettung ,tragen´“?

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Die Eissporthalle Unna. (Archivbild RBU)
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Muss man die Stadtverwaltung zur Eishallenrettung „tragen“?

Das fragt sich kritisch Ernst Otto Derwald, der sich wie berichtet mit Mitstreitern um die Gründung eines Fördervereins für die Eishalle Unna bemüht.

Dies geschieht parallel zum Rettungskonzept der Bürgerinitiative „UNNA.braucht.EIS“.

Die Stadt Unna teilte am Freitag (14. 9.) überraschend mit, dass sie Ende August Fördermittel für die Sanierung der Eissporthalle beantragt habe: Sie bewirbt sich mit dem möglichen Höchstförderbetrag von 4 Millionen Euro um Aufnahme in die Projekte „Sanierung Kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

Das ist ein besonderer Fördertopf des Bundesinnenministeriums mit besonderen Vorgaben an die geförderten Projekte. Bericht HIER.

„Anscheinend ist dies der erste Fördermittelantrag der Stadtverwaltung, der zum Erhalt der Eishalle gestellt wurde“, kritisiert Ernst-Otto Derwald. „Es gab schließlich schon vorher Fördermittelprogramme, mit denen man die Eishalle hätte erhalten können.“

Als Beispiel nennt er den „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier 2018″. Wieso, fragt er, wurden bei früheren Förderprogrammen keine Anträge gestellt?

Die Stadtverwaltung und auch die Politik hatten das stets damit begründet, dass es außer der pauschalen Sportförderung keine Förderprogramme für Einrichtungen wie Eissporthallen gebe.

Aus Derwalds Sicht ist die plötzliche Verkündigung dieser erheblichen beantragten Fördersumme denn auch nicht mehr als eine Nebelkerze, die aus dem Rathaus geworfen wird.

„Leider zeigt sich durch diese Meldung der Stadtverwaltung, dass sie, wie vermutet, die Bürger mit einer astronomischen Sanierungssumme von 4 Mio Euro abschrecken will. Spätestens beim Bürgerentscheid wird dieser Betrag verbunden mit massiven Steuererhöhungen präsentiert werden“, glaubt er.

Die „unglückliche“ Ortsbegehung der Eishalle erhärte leider diesen hohen Betrag. „Weiterhin kann eine überhöhte Antragssumme die Chancen auf die Bewilligung des Fördermittelantrags nur reduzieren, da die Förderprogramme gewöhnlich um ein Vielfaches überzeichnet sind!“

Sein Fazit zu dieser überraschenden Neuigkeit:

„Auch wenn die Eishalle mit Fördermitteln saniert werden würde, fehlte weiterhin ein Betreibermodell, das den kalkulatorischen Verlustbetrieb der ehemaligen Pächter ersetzt.
Unser Konzept der Etablierung einer „Dorfgemeinschaft Eishalle“ hätte sicherlich im Vergleich zu einer „einfachen Sanierung“ bessere Chancen, als Leuchtturmprojekt eine Förderung zu erhalten.“

Interessierte Förderer können sich hier für den geplanten Verein eintragen: http://hilfe.unnabrauchteis.de

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