Realschule in der Flugschneise: für FDP „fehlende Wertschätzung der Schüler“

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Foto: FDP Unna
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„Fehlende Wertschätzung!“, schimpfen die Unnaer Liberalen.

Die kleinste Fraktion im bunten Rat der Kreisstadt ruft zum Widerstand gegen den Neubau der Hellweg-Realschule auf dem Gelände des früheren Freizeitbadgeländes in Massen auf.

„Das Areal ist ist für die Stadtbetriebe nicht gut genug, aber für eine Schule taugt es“, kritisiert die FDP. „Das Gelände liegt in Stadtrandlage und mitten in der Einflugschneise des Dortmunder Flughafens.“

In der Stellungnahme der AG Deutsche Fluglärmkommissionen – die die Stadt unterstützen will – werde ausdrücklich auf die negativen Auswirkungen von Fluglärm auf das Lernen verwiesen. „Trotzdem soll dort die Hellweg-Realschule gebaut werden. Was ist das denn für eine Wertschätzung den Schülerinnen und Schülern gegenüber?“, schimpfen die Freidemokraten.

Im Juli war das ehrgeizige 27 Mio.-Bauprojekt „Neubau der Hellweg-Realschule“  planungsfertig gemacht worden. Der Standort, nicht unumstritten: das Areal des früheren Freizeitbades Massen.

Entsprechend fiel das Ja nicht einstimmig aus: SPD, CDU und FLU votierten dafür, FDP und Grüne dagegen.

Umstritten war und ist der Standort zum einen wegen des Fluglärms, zum anderen wegen der Verkehrsfrage (Überlastung der Kleistraße).Die Lärmbelastung wird untersucht, den Verkehr erachtet die Stadt als „unproblematisch“.

 

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2 KOMMENTARE

  1. Toll. Ende Juli wurde das Projekt im Rat besprochen und heute, Ende September ruft die FDP dagegen auf. Zwischenzeitlich sind mit Sicherheit wieder etliche tausende Euros ausgegeben worden für die weitere Planung. Aber dennoch. Die Stadt Unna klagt gegen die Betriebszeitenverlängerung unter Begründung des Lärmschutzes. Vor allem auch gegen eine Erweiterung der Start- und Landebahn die nur in östlicher Richtung erfolgen kann und somit noch mehr Fluglärm durch noch tiefer fliegende Touristenbomber in Folge haben. Mal abgesehen davon dass die Stadt Unna sich mit der Planung einer Schule in der Einflugschneise lächerlich macht weil sie die eigenen Argumente gegen de Erweiterung des Flughafens ad absurdum führt. Pausengespräche der Schüler wären zumindest in der Zeit des Starts- oder Anfluges unterbrochen. Da helfen auch keine Lärmschutzfenster. Wenn denn die Mitarbeiter des Rathauses die Zeit haben den Vollpfosten und den Verkehrsablauf vor dem Königsborner Tor einen Tag lang zu beobachten so empfehle ich den Damen und Herren sich mal an dem Standort an der Kleistrasse für eine Stunde nieder zu lassen. Bin auch gerne bereit Stühle und Kalt- oder Warmgetränke zur Verfügung zu stellen. Eine Untersuchung der Lärmbelastung ist in dem Zusammenhang ja eine Farce die vermutlich wieder nur zu Gutachterkosten führt. Insofern frage ich mich, was sich die Ratsmitglieder dabei gedacht haben, eine Schule in einer Einflugschneise abzusegnen. Vermute dass es dann Hammel sind die einem Fraktionszwang ohne eigene Meinung folgen.