Haftbefehle, Einreiseverbote, Mehrfachidentitäten – alles flog bei Kontrollen zufällig auf

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Symbolbild (Bundespolizei St. Augustin).
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Zahlreiche gesuchte Personen gingen der Bundespolizei am  zurückliegenden Wochenende (22./ 23. September) bei Routinekontrollen ins Netz. Hier nur die Bilanz für Dortmund-Hauptbahnhof und Airport.

Samstagfrüh, 3 Uhr: Bundespolizisten überprüfen am Dortmunder Hauptbahnhof einen  36-jährigen Polen – es stellt sich heraus, dass das Amtsgericht ihn wegen Diebstahls zu 150 Euro Geldstrafe verurteilt hat. Da er den Betrag nicht zahlen kann, wandert er für eine 15-tätige Ersatzfreiheitsstrafe in die Dortmunder JVA.

07:40 Uhr: Eine 23-jährige Frau aus Mazedonien will  mit einem Flug aus Skopje am Dortmunder Flughafen einreisen. Dabei fliegt ein Einreiseverbot des BAMF auf. Der Asylantrag der Frau war abgelehnt und eine Einreisesperre verhängt worden. Sie wird  mit dem gleichen Flug nach Skopje zurückgeschickt.

Nur zwei Stunden später überprüfen Bundespolizisten ebenfalls am Airport einen 17-jährigen Bulgaren: Er ist mit einem Flug aus Varna (Bulgarien) gelandet, beim Check stellen die Beamten fest, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl wegen Raubes vorliegt. Er wird noch an der Einreisebox festgenommen und ins Polizeigewahrsam eingeliefert.

Fünf Minuten später will eine 25-jährige Mazedonierin aus Skopje kommend einreisen – doch auch gegen sie liegt ein Haftbefehl vor, vom Amtsgericht Berlin Tiergarten wegen Betrugs. Da die junge Frau die Geldstrafe von 374 Euro zahlen kann, bleibt ihr die Ersatzhaft von 34 Tagen erspart.

Sonntagmorgen (23. September) wird bei der Einreisekontrolle eines Fluges aus Belgrad ein 51-jähriger Kroate aus Menden festgenommen: Auch gegen ihn liegt ein U-Haftbefehl vor, ausgestellt vom Amtsgericht Menden wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Er wandert ins Gewahrsam.

Und schließlich ziehen Bundespolizisten am Sonntagabend am auptbahnhof noch einen 19-jährigen Algerier aus dem Verkehr, der mit gleich drei unterschiedlichen Identitäten unterwegs ist. Ein Abschiebehaftbefehl liegt gegen ihn vor. Auch er wird ins Polizeigewahrsam eingeliefert.

Quelle: Bundespolizei St. Augustin

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