Stadt Unna klagt gegen Nachtflüge

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Symbolbild (Archivbild RBU)
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Wie angekündigt, so durchgezogen.

Gegen die verlängerten Betriebszeiten am Dortmunder Airport bis in die Nachtstunden (wir berichteten) zieht Unna vor den Kadi. Die Stadt hat beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster fristwahrend Klage gegen den Beschluss der Bezirksregierung Münster
eingereicht. So teilte es das Rathaus heute Nachmittag mit.

Die Bezirksregierung Münster hatte mit ihrem Beschluss vom 23. August 2018 dem Flughafen Dortmund längere Betriebszeiten genehmigt.

Für die Stadt habe der Lärmschutz der Bevölkerung oberste Priorität, betont Rechtsderzenent Matthias Immick. „Wir werden rechtlich alles versuchen, die Bürger vor dem Nachtflug zu schützen.“ Die Erfolgsaussichten schätzt er als offen ein.

Mit dem jüngsten Beschluss hatte die Bezirksregierung dem Flughafen täglich vier planmäßige Landungen bis 23 Uhr (bislang nur bis 22 Uhr) genehmigt. Zudem sind verspätete Landungen bis 23.30 Uhr (bislang: 23 Uhr) und verspätete Starts bis 22.30 Uhr (bislang 22 Uhr) erlaubt.
Es sind maximal 16 verspätete Starts und Landungen im Monat zwischen 22 und 23.30 Uhr erlaubt. Planmäßige Starts ab Dortmund sind weiterhin nur bis 22 Uhr erlaubt. Starts und Landungen nach 22 Uhr addieren sich dann zusammen auf prognostizierte 1.530 Flugbewegungen in der Nachtzeit.

2011 hatte die Kreisstadt Unna gegen den damaligen Beschluss der Bezirksregierung Münster zur Betriebszeitenverlängerung für den Flughafen Dortmund den Klageweg erfolgreich beschritten.

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