Stundenlang Autobahnvollsperrung nach schwerem Lkw-Unfall: Tank riss auf – Fahrer betrunken

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Symbolbild (Pixabay)
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Über alle drei Fahrspuren floss der Diesel aus, stundenlang musste die Autobahn voll gesperrt werden, der Sachschaden ist sechsstellig. Das alles, weil einem Lkw-Fahrer ein Fahrspurwechsel misslang – der Mann saß betrunken hinterm Steuer, schon vor 9 Uhr morgens.

Unfallort am heutigen Freitagmorgen (12. Oktober) war die A 45 bei Dortmund, Höhe Parkplatz Johannes Erbstollen.

Der Unfallfahrer, ein 46-jähriger Bulgare, war gegen 8.50 Uhr auf der rechten Fahrspur in Richtung Frankfurt unterwegs und merkte offenbar, dass er zu dicht an seinen Vordermann herankam.

Er wich nach links auf die mittlere Fahrspur aus – doch dabei kollidierte der Laster mit dem Anhänger des vorausfahrenden Lkw.

Die Zugmaschine krachte gegen die mittlere Leitplanke, der Lkw verkeilte sich nun in den Schutzplanken und riss sich zudem noch einen Tank auf.

„Daraufhin verteilten sich der Kraftstoff und weitere Betriebsflüssigkeiten über eine Strecke von nahezu 100 m auf allen drei Fahrstreifen der Autobahn“,

schilderte Polizeisprecher Sven Schönberg am Abend bei der Zusammenfassung des Unfalls das Riesenmalheur.

Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrers wehte den Beamten durchdringender Alkoholgeruch entgegen. Im Fahrerhaus: Sechs Bierdosen, sämtlich komplett geleert…

Im Krankenhaus wurde dem 46-jährigen Bulgaren, der mit leichten Verletzungen davongekommen war,  schließlich eine Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein stellten die Beamten sicher.

Die Autobahn musste für etwa drei Stunden voll gesperrt werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.

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