Alarmierend: Fast jeder 3. Dritt- und Viertklässler kann nicht schwimmen – „Unna mit Schwimmmöglichkeiten gut aufgestellt“

0
358
Bodo Micheel (r.) vom Sportförderkreis hatte im vergangenen Jahr die Initiative "Schwimmen lernen" angestoßen. Zusammen mit der DLRG mit Dieter Schwarzer (l.), der Beigeordneten Kerstin Heidler (2.v.l) und Dirk Brämer von der WBU wird dieses Projekt nun in den Herbstferien zum zweiten Mal durchgeführt. (Foto: Stadt Unna)
Facebookrss

Das ist alarmierend, warnt der DLRG: „35 Prozent aller Dritt- und Viertklässler können nicht schwimmen!“

Zum zweiten Mal wartet der Förderkreis des Unnaer Sports mit einem besonderen Angebot auf: Gemeinsam mit der Schul- und Sportverwaltung, den Wirtschaftsbetrieben und der DLRG bietet der Förderkreis in den Herbstferien Kurse für Schwimmanfänger an.

Betont wird dabei dass die Stadt mit Schwimmmöglichkeiten gut aufgestellt sei, man könne sich nicht beklagen.

Seit dem heutigen Montag nun lernen rund 30 Grundschulkinder das Schwimmen.

„Das ist wirklich ein tolles Gemeinschaftsprojekt. Anhand der Anmeldezahlen sieht man auch die Notwendigkeit dieser Schwimmkurse“, sagt Beigeordnete Kerstin Heidler.
In der Tat waren die Kurse sehr schnell ausgebucht. Der Andrang war so groß, das Wartelisten angelegt werden mussten.

Die Kurse sind für die jungen Teilnehmer kostenlos. Den Schwimmunterricht übernehmen Mitglieder der DLRG, die Schwimmhalle stellen die Wirtschaftsbetriebe Unna in den Herbstferien unentgeltlich zur Verfügung.

„Gerade in der Ferienzeit können die Kinder intensiv üben, der Schulschwimmsport in dieser Zeit nicht stattfindet“, sagt Dirk Brämer, Technischer Prokurist der Wirtschaftsbetriebe Unna.
Die Verbreitung dieses Projekts erfolgte über die Schulen. „Da hat die Zusammenarbeit hervorragend geklappt“, betont Bodo Micheel vom Sportförderkreis.

Täglich werden die Kinder nun zwei Wochen lang an das Wasser gewöhnt und erlangen so eine gewisse Sicherheit.

„35 Prozent aller Dritt- und Viertklässler können nicht schwimmen“, sagt Dieter Schwarzer, Ehrenvorsitzender der DLRG Unna. Eine alarmierende Zahl, wie Schwarzer findet.

Darum sei es auch gut, dass die Stadt Unna mit den Schwimmmöglichkeiten in Lünern, Massen, im Bornekampbad und der Schwimmsporthalle Bergenkamp gut aufgestellt sei.

„Wir können uns in dieser Stadt nun wirklich nicht über zu wenige Schwimmbecken beklagen“,

wird Schwarzer in der Pressemitteilung der Stadt zitiert.

Alle Beteiligten könnten sich gut vorstellen, dass dieses Angebot ein dauerhaftes wird, zumal die Wartezeit für einen Schwimmkurs bei der DLRG derzeit rund ein Jahr beträgt. „Darum ist es wichtig, dass wir verschiedene Ebenen bespielen: den Schulschwimmsport, den Vereinsschwimmsport, aber eben auch solche Ferienangebote“, sagt Kerstin Heidler.

PM: Kreisstadt Unna

Facebookrss