Messer und Stuhl im Einsatz – Männer gehen auf Lüner Marktplatz mit Schlagwerkzeugen aufeinander los

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Symbolbild / Pixabay
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Diverse Schlagwerkzeuge kamen zum Einsatz, ein Stuhl wurde geschwungen, am Vortag ein Messer gezückt.

Auf dem Marktplatz in Lünen ist am Freitagnachmittag (19. Oktober) ein Streit zwischen mehreren Männern eskaliert. Dabei wurde ein 43-Jähriger schwer verletzt, berichtet am heutigen Montag die Dortmunder Polizeisprecherin Nina Vogt.

Laut ihrer Zusammenfassung der Eskalation war der Mann bereits am Vortag (18. 10.) mit zwei anderen Männern aneinandergeraten, einem 32-jährigen und einem 52-jährigen Lüner.

Man stritt im Bereich der Langen Straße immer heftiger, schließlich zog der 43-Jährige ein Messer und bedrohte seine Kontrahenten damit.

Anschließend floh er, konnte aber später von Polizeibeamten festgenommen worden.

Am Freitag ging die Auseinandersetzung weiter. Diesmal allerdings hatte es eine ganze Gruppe auf den Bedroher mit dem Messer abgesehen: Der 52-Jährige von der Auseinandersetzung vom Vortag, ein 21-jähriger und 3 bis 4 weitere Personen.

Diese Gruppe traf am Willy-Brandt-Platz auf den 43-Jährigen  und verfolgte ihn, bewaffnet mit verschiedenen Schlagwerkzeugen. Nachdem der Verfolgte zunächst weglaufen konnte, holte die Gruppe ihn schließlich ein und begann auf ihn einzuschlagen. Der Mann versuchte sich mit einem Stuhl zu wehren.

Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, stob die Männergruppe auseinander. Gefasst wurde der 21-Jährige und der 52-Jährige. Den zusammengeschlagenen 43 Jahre alten Mann musste ein Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus bringen.

Die beiden anderen Männer brachten die Beamten ins Polizeigewahrsam. „Von dort mussten sie mangels Haftgründen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer Gefährderansprache entlassen werden“, schließt Nina Vogt ihre Meldung ab.

Auf Nachfrage nannte sie uns noch die Herkunft der Beteiligten: Der Schwerverletzte, der am Donnerstag mit dem Messer gedroht hatte, ist aus dem Libanon, ebenso sein 52-jähriger Verfolger. Die beiden jüngeren Männer sind deutsche Staatsangehörige.

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