Messerattacke in Schwerte unter Vielzahl Beteiligter

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Die Messerattacke auf einen 33-jährigen Lüner Sonntagfrüh in Schwerte (wir berichteten am Sonntagabend in Kürze) war kein Zusammenprall zwischen nur zwei Männern – Opfer und Täter -´, sondern geschah unter einer Vielzahl Beteiligter.

Das sagte uns am Montagvormittag der zuständige Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hagen, Bernd Maas.

Die Hintergründe für die Bluttat, das Motiv – all dies sei bisher noch völlig unklar: „Der Verletzte wurde noch am Sonntagabend operiert. Er konnte bisher nicht vernommen werden“, sagte der Staatsanwalt.

Bekannt ist bisher:

– Die Tat passierte Sonntagfrüh, 21. 10. 18, wenige Minuten vor 1 Uhr auf offener Straße –  der Reichshofstraße in Schwerte-Westhofen.

– Dort war eine Gruppe / waren mehrere Gruppen versammelt, aus der heraus der Angriff auf den 33-Jährigen ausgeführt wurde.

– Die 7 bis 9 Messerstiche, die den Lüner trafen, brachten ihm Schnittverletzungen z. B. in den Arm bei, so Bernd Maas, doch bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr. Er kam ins Krankenhaus, wurde operiert.

– Hinweise auf ein Raubdelikt gibt es nicht. Bei der Dortmunder Polizei wurde eine Mordkommission eingerichtet.

Da der einzige Zeuge für die Staatsanwaltschaft derzeit der Verletzte ist und dieser noch nicht vernommen werden konnte, bleiben weitaus mehr Fragen offen, als bisher beantwortet sind. Zumal, so Bernd Maas,  ja auch noch nicht sicher ist, ob und wie weit sich das Opfer überhaupt selbst zum Tathergang einlassen will.

  • Passierte der Angriff aus einem Streit zwischen verfeindeter Gruppen heraus, oder ging eine Auseinandersetzung nur zwischen Opfer und Täter voran?
  • Handelte es sich um eine Auseinandersetzung verschiedener Milieus, verschiedener Landsmannschaften, war  Drogenkriminalität im Spiel?
  • Handelt es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt oder um schwere Körperverletzung?
  • Und schließlich: Gibt es irgendwelche unbeteiligten Zeugen, die den Tathergang erhellen können?

UPDATE Dienstag – mögliche Verbindungen zum Motorradclub Bandidos

Weitergehende Informationen stellte der Staatsanswaltschaft frühestens in einer bis zwei Wochen in Aussicht.

Neben jüngst mehrfachen Überfällen auf offener Straße in Schwerte gab es am 30. Juli auch eine tumultartige Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten auf dem Neuen Hellweg, bei der Fäuste, Knüppel und Macheten zum Einsatz kamen. Beteiligt waren Deutsche und Personen aus der Dominikanischen Republik. – Bericht HIER.

 

 

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