Messerstecherei am „U“-Turm mit lebensgefährlich Verletztem

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Der Dortmunder U-Turm. (Foto: Rundblick)
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Der Ältere wurde lebensgefährlich verletzt, der Jüngere sitzt in U-Haft: Verdacht auf versuchten Totschlag.

In einer gemeinsame Presseerklärung gaben Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Dortmund am Montagnachmittag ein mutmaßliches Kapitalverbrechen bekannt. Am Freitagabend, 19.10.2018, kam es gegen 22:00 Uhr im Bereich des Dortmunder U-Turms zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten, in deren Verlauf ein 22-jähriger Dortmunder durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt wurde.

Er  musste notoperiert werden, ist außer Lebensgefahr.

Am gestrigen Sonntag wurde ein 18-jähriger Mann, ebenfalls Dortmunder,  wegen Verdachts des versuchten Totschlags vorläufig festgenommen. Der Tatverdacht ergebe sich aus den bisherigen Zeugenaussagen, so die Staatsanwaltschaft.

Auf ihren Antrag erließ der zuständige Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dortmund am heutigen Montag Haftbefehl gegen den 18-Jährigen wegen Verdachts des versuchten Totschlags. Der junge Mann, der sich nun in der JVA befindet, macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Auf Nachfrage berichtete uns die zuständige Staatsanwältin Sandra Lücke noch einige Einzelheiten zum Ablauf dieses Abends. Demnach trafen sich am Freitagabend am U-Turm kleine Gruppen junger Erwachsener.  Aus einem noch nicht bekannten Grund kam es zum Streit zwischen „verschiedenen Lagern“, der in jener lebensgefährlichen Attacke mit dem Messer eskalierte.

Zur Herkunft der direkt und indirekt Beteiligten sprach die Staatsanwältin von einer „Gemengelage verschiedener Nationalitäten“. Der 18-jährige Tatverdächtige ist kein sogenannter „Biodeutscher“.

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