Eine Unnaer Sportstätte ist ganz, die andere (vielleicht) halb gerettet – Unterkunft für 3 Mio. € beschlossen

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Blau-Rot Billmerich behält sein Waldstadion. (Archivbild RBU)
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Der Unnaer Stadtrat hat am Mittwochabend über die Sportstättenschließungen und neue Flüchtlingsunterkunft an der Kamener Straße abgestimmt. Zugleich kündigte der Kämmerer Erhöhungen der Grundsteuer und der Gewerbesteuer an. Die Beschlüsse in Kürze:

Sportplatz Billmerich (Waldstadion): bleibt erhalten. Das ursprüngliche Vorhaben der Haushalttsischerungskommission, ihn aufzugeben, ist hinfällig.

Sportanlage TuS Alte Heide: Der Sportplatz wird 2019 aufgegeben und vermarktet. Für die Entscheidung über das Vereinsheim setzt sich die Politik eine Frist bis zur Ratssitzung im Dezember (sie folgte damit einem Antrag der CDU-Fraktion).

Das Sportplatzgelände aus der Luft. (Quelle: Konzept Bürgerverein Alte Heide)

Hintergrund ist das vorgelegte Umnutzungskonzept des Bürgervereins Alte Heide, das die Neunutzung als Begegnungsstätte für alle vorsieht. Sofern dieses Konzept überzeugt, darf das Vereinsheim stehen bleiben.

Die Kamener Straße am Ortsausgang Königsborn. (Archivbild RBU)

Die heftig umstrittenene 3 Mio.-Neubauplanung einer städtischen Immobilie (zur Flüchtlingsunterbringung und später/evtl auch parallel für sozial schwache Einheimische) an der Kamener Straße ist mit Rotgrüner Mehrheit beschlossen (27 zu 19 Stimmen). Bis zuletzt gab es um diese 13 ca. 50 qm-Wohnungen heftige Debatten. – Zu diesem Thema folgt noch eine ausführliche Berichterstattung mit Zitaten aus der Sitzung.

Symbolbild (Rundblick)

Steuererhöhungen: Die Grundsteuer B steigt auf 878 Punkte (aktuell 762), die Gewerbesteuer auf 480 (von 470). Auführlich HIER dargestellt.

HIER ist der Link zu allen Vorlagen, die in der Ratssitzung diskutiert wurden.

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3 KOMMENTARE

  1. Bei dieser Gelegenheit darf ich daran erinnern, dass uns vor drei Jahren erklärt wurde, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen „Flüchtlingspolitik“ und „Steuererhöhungen“ vollkommen ausgeschlossen sei. Es wurde (und wird weiterhin) behauptet, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik ein Gewinn für uns alle sei. Wäre es eventuell möglich, dass wir vor drei Jahren mächtig verarscht wurden und dass wir weiterhin verarscht werden?

  2. Ein weiteres Kapital der unfähigen Sozenpolitik mit Unterstützung der Grünen und herzlichen Glückwunsch zum 3.ten Platz auf der Liste der höchsten Grundsteuer B Kommunen in NRW. Da werden dem Bürger Steuererhöhungen von 15% zugemutet und gleichzeitig ein widersinniges Projekt von 3 Millionen ( und mit Sicherheit mehr) durchgewunken. Gleichzeitig versucht man normale Ausgaben zur Erhaltung der bestehenden Infrastruktur als außergewöhnliche Ausgaben zu verkaufen der einen Kniefall des Bürgers Wert sein soll. Ich hoffe dass die Bürger ihr Parteibuch vergessen und dann vielleicht doch mal bei der nächsten Wahl darüber nachdenken wer für den tiefen Griff in die eigene Haushaltskasse bei gleichzeitiger Verschlechterung des Freizeit- und Kulturangebotes verantwortlich ist. Selten wiederhole ich mich aber fasse gerne nochmals die Bilanz dieser Verwaltung einschließlich Oberhaupt zusammen: Freizeitbad Massen ebenso wie Eissporthalle geschlossen, Lehrschwimmbecken nur noch offen durch Ehrenamtliche in Vereinen, dafür erhalten die Vereine aber einen Tritt in den Allerwertesten dadurch dass Sportstätten geschlossen werden ebenso wie Vereinsheime. Lindenbrauerei kurz vor der Pleite. Fehlendes Marketing für die Stadthalle demzufolge sehr bescheidene Auslastung bei hohen Unterhaltskosten. Schulen marode dass Unterschriftensammlungen stattfinden damit Toiletten renoviert werden und benutzbar sind. Grundschüler werden notdürftig in Containern unterrichtet. Infrastruktur kurz vor dem Kollaps, Straßen genauso wie die wenigen Radwege in desolatem Zustand.
    Stau auf dem Ring wegen Umstellung von der bewährten grünen Welle, infolge dessen höhere Feinstaubbelastung und zusätzliche Abgas- und Lärmbelästigung.
    Eine Stolperzone, genannt Fußgängerzone, über dessen Renovierung und Erneuerung seit Jahren diskutiert wird. Chaotisches Management bei der Renovierung der Stadthalle die zu Millionen Mehrkosten geführt haben. Diese Bilanz erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, im Gegenteil. Was allerdings auch nicht anders zu Erwarten ist bei den Entscheidern im Stadtrat die eher mit ihren eigenen Befindlichkeiten, Vetternwirtschaft und Kompetenzgerangel beschäftigt sind als für das Wohl der Stadt Unna..