„Ich bin der Präsident, geben Sie mir alle Lebensmittel!“

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Ob der rabiate Kunde so aussah, wissen wir nicht - jedenfalls sah er sich als Präsident. Dieses Selbstverständnis überdenkt er jetzt nicht in der Präsidentensuite, sondern in der Zelle... (Bildquelle: Pixabay)
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Ein Präsident war es dann doch nicht, der Sonntagabend (04. November) in einem Geschäft im Dortmunder Hauptbahnhof eine 26-jährige Mitarbeiterin mehrmals in das Gesicht schlug. Statt in die Präsidentensuite verfrachteten ihn Bundespolizisten in die Zelle.

Gegen 18:00 Uhr wurde die Bundespolizei zu dem Geschäft im Hauptbahnhof gerufen. Dort erklärten Zeugen, dass ein 36-jähriger Mann mehrere Baguettes aus der Auslage genommen hätte. Zuvor hatte er einer Mitarbeiterin erklärt: Er sei Präsident und müsse für die Ware also nicht bezahlen.

Noch Fragen? Keine.

Oder doch, durchaus. Die taffe 26-Jährige stellte sich dem diebischen „Präsidenten“ in den Weg. Daraufhin holte dieser kurzerhand aus und schlug der jungen Frau mehrmals ins Gesicht.

Mitarbeiter der Bahn hielten ihn bis zum Eintreffen von Einsatzkräften fest.

Weil der 36-Jährige rundheraus ankündigte, er werde direkt nach seinem Aufenthalt bei der Bundespolizei erneut stehlen, wurde die Justiz informiert. Diese ordnete die Ingewahrsamnahme des Mannes an.

Die 26-jährige Mitarbeiterin des Geschäfts wurde durch die Schläge leicht verletzt.

Gegen den bislang polizeilich nicht in Erscheinung getretenen Deutschen aus Dortmund wurde ein Strafverfahren wegen räuberischen Diebstahls und Körperverletzung eingeleitet.

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2 KOMMENTARE

  1. Ich weiß ja nun nicht als welcher Präsident er sich ausgegeben hat, aber sollte nicht hier auch eine Anzeige wegen „Amtsanmaßung“ eingeleitet werden. Aber vermutlich reicht es nicht für eine Haftstrafe aus, dabei hätten doch bestimmt einige gerne den einen oder anderen „Präsidenten“ im Knast gesehen;)))