8 Monate nach Messer-Überfall auf Trinkgut Fröndenberg: Wieder forderte ein Vermummter „Kasse auf!“

0
721
Trinkgut neben Lidl an der Wilhelm-Feuerhake-Straße in Fröndenberg. (Foto: Rundblick Unna)
Facebookrss

„Kasse auf!“ – „Nein!“ – Kasse auf“ – Nein!!“ – Und tschüss….

Fast auf den Tag genau acht Monate nach einem bewaffneten Raubüberfall auf den Fröndenberger Trinkgut tauchte am Mittwochabend erneut plötzlich ein vermummter „Kunde“ im Getränkemarkt an der Wilhelm-Feuerhake-Straße neben Lidl auf. Dieser Maskierte benahm sich allerdings „eher seltsam als bedrohlich“, schilderte uns Polizeisprecherin Vera Howanietz das Wenige, was die Polizei von dieser kurzen abendlichen Episode protokolliert hatte:

„Der Mann stand mit einem Schal vermummt an der Kasse. Er forderte die Mitarbeiterin auf: ,Kasse auf!´ Sie sagte: ,Nein!´ Dann sagte der Mann wieder: ,Kasse auf!´ Sie sagte wieder: ,Nein!´ Und dann hat er den Markt auch schon verlassen…“

Für die Polizei ist das Verhalten dieses abendlichen Getränkemarktbesuchers etwas schwierig einzuordnen. „Es liegt ja keine Straftat vor“, meint Vera Howanietz. „Er hat weder gedroht, noch war er augenscheinlich bewaffnet. Was er getan hätte, wenn die Kasse geöffnet worden wäre, weiß man nicht.  Alles ein bisschen komisch.“

Erinnerungen an den Ernstfall weckte dieser bizarre Auftritt gleichwohl:

Symbolbild Mann mit Messer – Foto Pixabay

Am Abend des 10. März dieses Jahres, einem Samstag, war 15 Minuten vor Ladenschluss  ein schwarz gekleideter, gleichfalls vermummter Mann im Getränkemarkt aufgetaucht, hatte die Mitarbeiterin mit einem Messer bedroht und die Kasse geplündert. Dann stob er in Richtung Bergstraße davon, dieser Räuber wurde nicht ermittelt.

Anders hingegen ein weiterer Krimineller, der im September 2014 ebenfalls mit einem Messer bewaffnet an der Ladenzeile an der Wilhelm-Feuerhake-Straße die Bäckereifiliale Niehaves überfiel: Auf seiner krimireifen Flucht zum Bahnhof, auf der ihn Zeugen verfolgten, drohte er sich mit einer schwarzen Pistole den Weg frei und warf sich in das nächstbeste Taxi, mit dem er zur Dortmunder Nordstadt flüchtete. Den Fahrpreis bezahlte er ordnungsgemäß – er nahm das Fahrgeld, gerade erbeutet, direkt aus der Brötchentüte…

Die Polizei stellte später im Taxi die Maskierung des Täters sicher. Ermittlungen ergaben Ähnlichkeiten mit einer Raubserie in Arnsberg. Die DNA-Auswertung, der im Taxi zurückgelassenen Maskierung und eine Lichtbildvorlage bei einer Zeugin bestätigte den Tatverdacht gegen einen 34jährigen Arnsberger.

Dieser saß seit dem 17.10.14 bereits wegen eines anderen Raubdelikts in U-Haft – und sein Aufenthalt dort wurde nun entsprechend verlängert.

Facebookrss