„Größeres Leistungsangebot“ – Katholisches und Ev. Krankenhaus Unna bereiten Zusammenschluss vor

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Das Katharinen-Hospital Unna (Haupteingang Nordring). (Archivbild RBU)
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Die beiden Unnaer Krankenhäuser – Evangelisches Krankenhaus und katholisches Katharinen-Hospital – bereiten ihren rechtlichen Zusammenschluss vor. Ziel soll es sein, „ein großes gemeinsames Klinikum in unserer Stadt zu schaffen“.

Darüber wurden am Donnerstag (8. 11.) die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert.

Ihre Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, ebenso die beiden Standorte an der Oberen Husemannstraße (KK) und an der Holbeinstraße (EK). In einer Erklärung der beiden Geschäftsführer ist von „verbesserter Wirtschaftlichkeit“ und einer „Weiterentwicklung von medizinischen Angeboten“ die Rede.

Eine grundsätzliche Entscheidung zur Fusion wird für Anfang 2019 in Aussicht gestellt.

Das Katharinen-Hospital gehört allerdings zum katholischen Hospital-Verbund Hellweg: In Hagen scheiterte eine geplante Klinikfusion am Veto des Erzbistums. Es bestand auf „katholischer Dominanz“. https://www.wp.de/staedte/hagen/krankenhaus-fusion-in-hagen-scheitert-am-veto-aus-dem-erzbistum-paderborn-id8706902.html

In der gemeinsamen Erklärung der beiden Häuser heißt es:

„Gemeinsam auf dem Weg: Das Evangelische Krankenhaus Unna und das Katharinen-Hospital arbeiten an einer wichtigen Entwicklung für den Gesundheitsstandort Unna.  Chancen, Möglichkeiten und Potentiale einer engen Zusammenarbeit zwischen den beiden Krankenhäusern werden derzeit in vertrauensvollen Gesprächen  erörtert.

Ziel ist die Zusammenführung beider Krankenhäuser in eine gesellschaftsrechtlich gemeinsame Trägerschaft.

Über diese Entwicklung informierten heute die Geschäftsführungen sowie die Gesellschafter gemeinsam die Beschäftigten beider Häuser im Rahmen von zwei Mitarbeiterversammlungen.

„Vor dem Hintergrund der sich verändernden Rahmen-bedingungen im Gesundheitswesen sehen wir in einer Zusammenarbeit für die Bürger in unserer Region eine große Sinnhaftigkeit“, betont Christian Larisch (Geschäftsführer Katharinen-Hospital). Dr. Dietmar Herberhold (Stiftungsvorstand EK Unna) ergänzt: „Wichtig ist uns, dass beide Krankenhausstandorte erhalten bleiben.“

Derzeit sprechen die beiden konfessionellen Krankenhäuser sehr vertrauensvoll miteinander.

Gute Ausgangsvoraussetzung dafür ist, dass sowohl das EK Unna als auch das Katharinen-Hospital in den vergangenen Jahren ihre Leistungsspektren aufeinander abgestimmt und modern aufgestellt haben.

„Eine gemeinsame Zukunft beider Unnaer Krankenhäuser bedeutet, ein großes gemeinsames Klinikum in unserer Stadt zu schaffen“, erklären die beiden Geschäftsführer. Damit verbunden sind eine verbesserte Wirtschaftlichkeit sowie die Weiterentwicklung von medizinischen Angeboten.

Vor dem Hintergrund der steigenden Qualitäts- und Mengenanforderungen fordern Politik und Gesetzgebung aktuell und zukünftig verstärkt eine solche Zusammenarbeit ein.

Für ein mögliches gemeinsames Krankenhaus erwarten die Geschäftsführer einen Ausbau des Leistungsspektrums und damit ein weiteres Wachstum. Dies werde die Zukunftsfähigkeit beider Standorte stärken sowie das Gesundheitsangebot für Bürgerinnen und Bürger in der Kreisstadt Unna und in der gesamten Region verbessern.

In die aktuellen Gespräche beider Geschäftsführungen sind die Mitglieder der Aufsichtsorgane beider Krankenhäuser eingebunden.

Eine grundsätzliche Entscheidung wird Anfang 2019 erwartet.

Im Falle einer Zusammenführung ist abgesichert, dass kein Personalabbau stattfinden wird und die Grundlagen der Beschäftigungsverhältnisse für die Mitarbeiter bestehen bleiben. Dafür gibt es eine Garantie in Form einer Besitzstandswahrung.

In den heutigen Mitarbeiterversammlungen sprachen die Geschäftsführungen sowie die Vorsitzenden des Stiftungsrates (EK) sowie des Verwaltungsrates (Hospitalverbund) den Beschäftigen ihren herzlichen Dank für das große Engagement in der Versorgung der ihnen anvertrauten Patienten aus. Dieses verbinde bereits heute das Grundverständnis der Arbeit beider Krankenhäuser.

Auf dieser Grundlage setzen die Geschäftsführer sowie die Gesellschafter auf einen positiven weiteren Weg und Verlauf der Gespräche hin zu einem gemeinsamen christlichen Krankenhaus in Unna.“

Das EK mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern feiert in diesem Jahr sein 160. Bestehen. „Wir sind daher ein Teil Unnas und sind als einer der größten Arbeitgeber fest verwurzelt“, heißt es in „Wir über uns“ auf der Website. In 7 Fachabteilungen werden laut Eigendarstellung des Hauses jährlich ca. 12.500 Patienten stationär in 324 Betten versorgt, doppelt so viele ambulant.

Das Katharinen-Hospital gehört zum Hospital-Verbund Hellweg. Dieser vereinigt unter seinem Dach drei Krankenhäuser (neben dem Unnaer noch das Marien-Krankenhaus Soest und das Mariannenhospital Werl) sowie fünf weitere Pflege- und Gesundheitseinrichtungen.

Katharinen-Hospital Unna

Evangelisches Krankenhaus Unna

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