Dreimal Ermittlungen nach Schüssen – auf Hochzeit, auf Wintergarten, aus Pkw im Wald

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Pistole. (Symbolbild - Pixabay)
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Wildwest nebenan im Märkischen Kreis?

Jedenfalls ermittelt die dortige Polizei seit dem Wochenende gleich dreifach wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.

Schüsse auf Hochzeitsfeier

Anwohner in Iserlohn beschwerten sich am Freitagabend über den Lärm durch eine Hochzeitsfeier in der Heidehalle. Zweimal rückten die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes aus. Als sie beim zweiten Besuch kurz nach Mitternacht nicht nur laute Musik hörten, sondern auch Schüsse, zogen sie die Polizei hinzu. Die fand tatsächlich mehrere Dutzend Petronenhülsen (alles 9 mm) auf dem Vorplatz, direkt vor dem Eingang zur Halle.

Ein Zeuge berichtete, dass ein Unbekannter mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen habe. Während die Polizeibeamten die Patronen aufsammelten, herrschte ein Kommen und Gehen. Etwa 150 Personen hielten sich in der Halle auf.

Schüsse auf Wintergarten

Einen Kilometer entfernt von der Heidehalle, südlich der A 46 an der Holbeinstraße, hat in der Nacht zum Samstag ein 8-mm-Geschoss von oben kommend die Doppelstegplatte eines Wintergartens durchschlagen, so dass es in den Wintergarten hinein regnete. Polizeibeamte zogen das Vollmantelgeschoss aus dem geschmolzenen Kunststoff.

Schüsse in Mendener Waldstück

Nach Informationen über Schüsse aus einem fahrenden Pkw in einem Waldstück in Menden stellte die Polizei am Samstagnachmittag bei dem Fahrzeughalter eine Schreckschusswaffe sicher.

Der 61-jährige Iserlohner war nicht im Besitz des nötigen kleinen Waffenscheins. Doch auch mit einem solchen Schein dürfte er keine Schießübungen im Wald veranstalten. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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