„Aufgabe an Gutachter zeigt: Stadt WILL die Eishalle nicht erhalten“ – „Förderverein einzige Rettung!“

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Die Eishalle bei der öffentlichen Besichtigung am 16. Juli 2018. (Archivbild Rundblick)
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„Wer so etwas als Aufgabenstellung entwirft, der will die Eishalle nicht erhalten.“

Das ist für die „Initiative Förderverein Eishalle Unna“ um Ernst-Otto Derwald aus Hemmerde klar, nachdem am Dienstag das Wirtschaftlichkeitsgutachten für die Halle vorgestellt wurde. Diese weist unterm Strich Sanierungskosten von 7 Mio. Euro netto aus – 8,2 Mio brutto. Bericht HIER.

„Wie kommt es zu dieser unglaublichen Summe? Wieso konnten die ehemaligen Pächter mit einem ebenfalls begutachteten Konzept mit einer Summe von ca. 1,5 Mio. Euro auskommen?“, fragt die Fördervereinsinitiative.

Die Antwort sei dem Gutachten unter Punkt 1. Vorbemerkung und Aufgabenstellung zu entnehmen.

„Dort liest man, dass keine Instandsetzung unter Beibehaltung der Bestandschutzrechts gewünscht wird, sondern, dass man ,bauordnungsrechtliche Genehmigung nach heutigen Anforderungen´ erzielen möchte“,

zitiert Ernst-Otto Derwald aus der Expertise. „Diese Aufgabenstellung zieht natürlich einen unglaublichen Rattenschwanz nach sich. Jetzt müssten plötzlich neue Lüftungstechniken, barrierefreie Rettungswege, Sprinkleranlagen und sogar ein neues Dach eingebaut werden, weil das alte Dach die Sprinkleranlage nicht tragen kann.

Wer so etwas als Aufgabenstellung entwirft, der will die Eishalle nicht erhalten!“,

ist sich Derwald mit seinen Mitstreitern sicher. „Warum haben die Vertreter von ,UNNA.braucht.EIS´ beim Gespräch mit den Autoren der Machbarkeitsstudie nicht darauf gedrängt, dass die Machbarkeit der Instandsetzung unter Bewahrung der Bestandsrechte mit ausgearbeitet wurde?

Und was erwartet man für eine Antwort von den Bürgern?“,

setzt Derwald nach: „Glaubt jemand ernsthaft, dass über 7000 Bürger in ein Wahllokal gehen und dafür stimmen, dass sie 8,2 Mio. Euro mehr Steuern zahlen dürfen, wobei die meisten davon niemals die Eishalle besuchen werden?“

Die (einzige) Rettung aus Sicht der Initiative „Förderverein Eishalle“ wäre eben ein Förderverein, der die Halle „kostenneutral betreiben könnte“.

Die Initiative begründet das wir folgt:

„Machbarkeitsstudie, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Aufruf zum Endspurt
In ungefähr einem Monat läuft die Aussetzung des „Abrissbeschlusses“ für die Eishalle Unna aus. Dann kann die Eishalle sofort, ohne weiteren Ratsbeschluss, abgerissen werden.
Der Verein „Unna braucht Eis e.V.“ will dies mit einem Bürgerbegehren und Bürgerentscheid verhindern. Aber wie sollen Bürgerbegehren und Bürgerentscheid in dieser kurzen Zeit stattfinden können? Und was erwartet man als Antwort von den Bürgern?

(…) Trotzdem gibt es etwas Positives zu vermerken:
Die vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung enthält alle fehlenden Daten, die uns zu unserem Bürgereishallenkonzept noch fehlten!

Wir haben jetzt den Nachweis, dass ein kostenneutraler Betrieb durch einen Förderverein möglich wäre.

In der Wirtschaftlichkeitsberechnung wird ein jährlicher Verlust von ca. 200TEUR pro Jahr bei einem Besucheraufkommen von 60.000 Besuchern prognostiziert.
In der Vergangenheit hatte die Eishalle aber nicht 60.000, sondern 75.000 Besucher.

Das verbessert die Einnahmen von 231.900 EUR auf 289.875 EUR. Der Verlust würde also um ca. 60 TEUR vermindert. Es verbleiben 140TEUR Unterdeckung, die ein Förderverein übernehmen könnte.

Das müsste funktionieren, indem aus den folgenden Posten ca. 140.000 EUR durch Eigenleistung ersetzt würden:
Instandhaltung der Halle:
101.756 EUR
Schließdienst/ Sicherheitsdienst
45.424 EUR
Jahresabschluss Buchhaltung
10.000 EUR
Eisaufsicht
77.735 EUR
Schlittschuhverleih
24.000 EUR
Verwaltung, Buchhaltung, Organisation
48.131 EUR
Summe
307.046 EUR

Man sieht, die 140.000 EUR könnten leicht durch Ehrenämter verdient werden. Man darf auch nicht vergessen, dass alle diese Leistungen bisher von zwei Personen, nämlich dem ehemaligen Pächter-Ehepaar, erbracht wurden.

Wieso sollte ein Förderverein – mit beispielsweise hundert Mitgliedern – nicht das leisten können, was vorher zwei Personen allein geleistet haben?“ (Anm. d. Red.: Bei den ehemaligen Betreibern half die gesamte Familie mit.)

„Leider haben sich aber noch nicht hundert Personen für einen Förderverein gemeldet. Und vor allem vermissen wir die Eisnutzer (Mitglieder der Eislaufvereine, Freizeitläufer, Diskobesucher usw).

Tragt euch ein, damit wir wissen, ob wir genügend Unterstützung bekommen würden.
Ihr müsst einen alternativen Plan B haben, falls das Bürgerbegehren scheitert!
Eine kostenneutrale Übernahme der Eishalle durch einen Förderverein ist ein politisch unabweisbarer Vorschlag! Es gibt bereits tausende (!) funktionierende Bürgereinrichtungen.

Ohne diesen Alternativplan wird die Eishalle unmittelbar nach dem gescheiterten Bürgerentscheid abgerissen! Dazu braucht es keinen Ratsbeschluss mehr!
Die Abrissarbeiten werden schon vorbereitet!

Wenn ihr nichts für eure Eishalle tun wollt, wieso sollten dann Außenstehende, die überhaupt nicht davon profitieren würden, dafür stimmen, dass sie dauerhaft mehr bezahlen müssen?
Deswegen tragt euch in unsere Datenbank ein unter:

http://hilfe.unnabrauchteis.de
Initiative Förderverein Eishalle Unna

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