Patient schlägt Arzt – Behandlung endet in der Zelle

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Arzt und Patient. (Symbolbild / Pixabay)
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Während der Behandlung wurde der Patient plötzlich aggressiv – und er steigerte sich so in seine Wut hinein, dass er den Rest des Tages in der Polizeizelle verbrachte.

In der Paracelsus-Klinik Hemer ist es bei einem Nachmittagstermin zu einem hässlichen Zwischenfall zwischen einem Patienten und einem Arzt gekommen. Während der 55-jährige Mediziner den 44-jährigen Mann aus Hemer behandelte, wurde dieser auf einmal aggressiv.

Im Polizeibericht hieß es im Weiteren: „Nach der kurzen Auseinandersetzung entfernte sich der Patient, konnte aber im Umfeld durch die Polizei angetroffen werden. Da er sich weiter aggressiv verhielt, verbrachte er den Rest des Tages im Gewahrsam. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung.“

Wir fragten bei Polizeisprecher Jürgen Pretzlaff noch einmal genauer nach: Demnach wollte der Patient die Behandlung offenbar eigenmächtig abbrechen, weil er mit ihr nicht einverstanden war. Der Arzt wollte den auf einmal sehr aggressiven Patienten beruhigen und seinerseits die Behandlung abbrechen, worauf der 44-Jährige handgreiflich wurde und versuchte, den Arzt mit der rechten Hand zu schlagen. Der Mediziner konnte den Angriff abwehren.

Der wütende Patient entfernte sich aus der Praxis. Der Arzt rief die Polizei, die den Mann nahe des Krankenhauses aufgriff.

„Der Auseinandersetzung liegt kein kultureller Konflikt zu Grunde“, erklärte Polizeisprecher Pretzlaff auf unsere Nachfrage. „Der Patient war alkoholisiert und daher offensichtlich nicht einsichtig. Auch gegenüber der Polizei verhielt er sich uneinsichtig und wurde daher dem Gewahrsam zugeführt.“

Der Arzt wurde im kurzen Gerangel leicht verletzt, daher die Anzeige.

 

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