Angestarrt, belästigt – Alina (23) aus Unna: „Ja, leider muss man als Frau heute teilweise sehr vorsichtig sein“

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Junge Frau unterwegs. / Symbolbild, Quelle Pixabay
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Ich möchte hier mal ganz klar was loswerden!“

So vehement begann Alina aus Unna am vergangenen Wochenende einen Kommentar zu einem schlimmen Zwischenfall bei der Allerheiligenkirmes Soest: Eine 20-jährige Frau entkam auf dem Rückweg von der Kirmes am Donnerstagabend (8. 11.) nur knapp einer Vergewaltigung durch zwei Männer. Sie wurden als südländisch beschrieben.

Nachdrücklich machte Alina auf unserer Facebookseite unter ihrem Klarprofil ihren Standpunkt klar.

„Mich überrascht der Vorfall nicht. Ich denke, dass Frauen viel mehr unter dieser Flüchtlingspolitik leiden müssen. Ich selber – und ich denke, auch noch viele andere Frauen – kennen das Problem.

Man wird ständig angequatscht, penetrant angeglotzt und teilweise auch angefasst,  und wirklich jedes Mal waren es bisher Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund.
Das,  was momentan hier abgeht, sind keine Einzelfälle mehr, das ist gang und gäbe, so gut wie jeden Tag!
Man fühlt sich in seinem eigenen Land unwohl und nicht sicher. Und wenn man den „Tätern“ dann mal klar macht, dass man nichts von denen wissen will, wird man nur beleidigt.“

Das deutliche und ungeschönte Statement dieser jungen Frau stieß auf großen Zuspruch bei unserer Facebook-Community und beeindruckte auch unsere Redaktion. Wir fragten Alina daher – sie ist 23 Jahre alt, Studentin und lebt in Unna –, ob sie Interesse daran hätte, ihre Erfahrungen mit Belästigungen und zunehmendem Unsicherheitsgefühl einmal umfassend zu schildern. Sie hatte, was uns sehr freut. Herzlichen Dank an Alina.

Kurz nachdem ihr Statement bei uns eingetroffen war, passierten in Dortmund dann gleich drei weitere Übergriffe bzw. Angriffe auf junge Frauen – alle mit sexuellem Hintergrund – , was der Erfahrungsschilderung dieser jungen Frau – leider –  neuerliche Aktualität verleiht.

 

Gespräch mit Alina (23), Studentin aus Unna

  • Was gab den Anstoß dafür, dass Sie sich so deutlich unter den Kommentaren zu dem Vergewaltigungsversuch in Soest zu Wort gemeldet haben?

Als ich den Artikel las, hab ich mich selber sofort angesprochen gefühlt.Zum Glück musste ich so einen konkreten Vorfall selbst nicht erleben, habe es aber direkt mit anderen negativen Erfahrungen assoziiert.
Mich macht es einfach sauer, dass diese Männer, die ja eher aus patriachalischen Strukturen kommen, denken, sie könnten Frauen unterdrücken und wie Objekte behandeln.

Als ich im Winter 2017 einer Nebentätigkeit zum Studium in einem Lager nachgegangen bin, war sexuelle Belästigung dort groß geschrieben. Grob geschätzt haben dort 65% Immigranten gearbeitet, jeden Tag gab es mindestes einen Vorfall, bei dem Frauen begrapscht wurden, und das jedes Mal von dieser Personengruppe. Während dieser Zeit habe ich dort viele erschreckende Erfahrungen machen dürfen, was dazu führte, dass ich nach zwei Wochen kündigte.

Ich habe mich dort mit einem jungen Mann unterhalten, um zu fragen, warum die Männer die Frauen so behandeln. Daraufhin bekam ich zur Antwort: „Ihr seid doch selbst Schuld, wenn ihr so enge Hosen anzieht, tragt doch mal längere und weitere Klamotten.“

Ich habe das Gefühl, diese Meinung hängt stark mit der Religion zusammen.
Die deutschen Frauen weden als „unehrbare Frauen“ angesehen, weil sie sich nicht verhüllen und nicht nach deren Religion leben.

Zu einem anderen Land gehören andere Kulturen, kommt man mit dieser Kultur nicht klar und das auf Kosten der Bürger dort, hat man in dem Land meiner Meinung nach nichts verloren.

Die eine Hälfte meiner eigenen Vorfahren kommt aus Italien, aus Erzählungen weiß ich, mit welchen für Problemen ein Immigrant in Deutschland zu kämpfen hat. Diese Probleme sind aber noch lange keine Rechtfertigung für solche Übergriffe.

  • Fühlen Sie sich selbst (als hübsche junge Frau) generell unsicherer, hat sich Ihr Ausgehverhalten, Ihre Offenheit geändert?

Mein Ausgehverhalten selbst und meine Offenheit haben sich nicht verändert, und das wird es auch nicht tun. Ich finde es wichtig, dass man zeigt, dass man sich so etwas nicht bieten lässt.

Wenn ich penetrant angestarrt werde, frage ich meistens, ob ich der Person irgendwie behilflich sein kann. Wenn diese Personen merken, die Frauen sind unsicher, dann fühlen sie sich bestätigt und sind wahrscheinlich noch motivierter,  diese zu belästigen.

Eine Sache, die sich definitiv geändert hat, ist, dass ich nicht mehr alleine in der Dunkelheit nach Hause laufe. Meine Freundinnen haben mir auch bestätigt, dass es früher eigentlich kein großes Problem war,  aber man jetzt teilweise sehr vorsichtig sein muss.

  • Was wäre Ihrer persönlichen Ansicht nach notwendig, damit Sie und andere Frauen sich wieder sicherer und „besser“ fühlen?

Mal abgesehen davon, dass die ganze Flüchtlingsdebatte hätte anders angegangen werden sollen – aus politischer Sicht gibt es einige Dinge, die man tun könnte.
Das Problem ist ja der kulturelle Kontrast zwischen diesen „Flüchtlingsländern“ und Deutschland. Für sie ist es nicht normal, dass Frauen auch mal leicht bekleidet sind und abends mal alleine weggehen ohne Mann an der Seite.

Meiner Meinung nach brauchen wir Kulturvermittler, die dann die Muttersprache sprechen und diese Personen aufklären.

Auf der anderen Seite resultiert Kriminalität natürlich auch aus der aktuellen Lebenslage der individuellen Person. Die meisten Flüchtlinge haben viele schlimme Dinge gesehen und durchgemacht und müssen nun in einem komplett neuen Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, zurecht kommen.

Die Politiker waren sich wahrscheinlich sicher, dass man alle schon irgendwo unterkriegen würde,  aber was ist mit Integration?

Zu Integration gehört auch Beschäftigung, die meisten Flüchtlinge haben doch gar keinen Alltag, weil sie wahrscheinlich noch mitten im Verfahren sind, und treiben sich somit gelangweilt und in Unwissenheit auf den Straßen rum.

Außerdem finde ich, dass nach schon kleinsten Vorfällen sexueller Art Konsequenzen im Sinne von Abschiebung folgen sollten. Denn wer hier die Bürger belästigt, hat das Prinzip der Integration nicht verstanden.

  • Hatten Sie keine Sorge, mit Ihren ehrlichen Worten in die Ecke „ausländer-/flüchtlingsfeindlich“ gestellt zu werden?

Es wird immer Menschen geben, die nur das verstehen, was sie verstehen wollen – im Endeffekt bin ich nur für das verantwortlich, was ich sage. Wenn jemand etwas anderes dort hinein interpretieren möchte, macht er das auf seine Verantwortung. Ich gebe dafür keine Rechtfertigung.

Man kann nicht – nur aus Angst, falsch verstanden zu werden – ein wichtiges Thema ignorieren.

Das Problem ist, dass sich viele junge Frauen nicht trauen, so ein Thema in der Öffentlichkeit anzusprechen – zum einen vielleicht aus Angst um die eigene Sichherheit, und zum anderen möchte auch niemand als rechtsextrem dargestellt werden.
Ich finde es ganz wichtig, dass man seine eigene Meinung frei ausdrücken kann, ohne sich in eine Schublade stecken zu lassen.

Man legt ja lediglich seine eigenen Erfahungen dar, die man nicht beeinflussen kann.
Ich würde meine Meinung auch niemals auf die Allgemeinheit beziehen, sondern immer nur auf einen Teil der betroffenen Personengruppe.
Ich weiß, dass es viele Flüchtlinge gibt, die diesen Neuanfang hier schätzen und sich wirklich integrieren wollen. Ich weiß auch, dass es viele respektvolle und gebildete Flüchtlinge gibt, und umso mehr leid tut es mir für sie, dass der Allgemeine Ruf der Flüchtlinge durch Menschen mit diesem primatenhaften Denken zerstört wird.

Frauen haben früher viel für ihre Rechte gekämpft, und ich finde es schade, dass sich Frauen heutzutage immer noch mit solchen Konflikten auseinandersetzen müssen.

Eine Frau Merkel ist völlig fern von der Realität, sie müsste niemals alleine nachts durch die Straßen laufen und sich Belästigungen stellen. Wenn die Bürger so etwas nicht ansprechen, wie sollen die Politiker dann jemals von diesen verschiedenen Meinungen erfahren?

  • Alinas Kontaktdaten sind der Redaktion bekannt. Wir haben vorab am Samstagabend, 17. 11. 18., ein längeres Telefongespräch mit ihr geführt.
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15 KOMMENTARE

  1. Auch wenn mir die junge Dame leid tut und auch wenn mir die gesamte Entwicklung unendlich leid tut, ich bin beindruckt von der Position der GRÜNEN:
    https://www.rundblick-unna.de/2018/11/05/meinung-wenn-sich-das-bunte-unna-an-einem-fragwuerdigen-millionenbau-beweisen-muss/
    Persönlich kann ich die Meinung der GRÜNEN nicht teilen, trotzdem muss ich den GRÜNEN Respekt zollen: Wenn man der „öffentlichen Meinung“ glaubt, trifft folgendes zu: Ganz Unna wünscht sich die Flüchtlingspolitik in der derzeitigen Form, ganz Unna wünscht sich ein „offenes, buntes und tolerantes“ Unna und ganz Unna wünscht sich mehr Ausgaben für Flüchtlinge inklusive Steuererhöhung und Schließung der Eishalle. Ganz Unna positioniert sich klar „gegen Rechts“.

    Man kann gegen DIE GRÜNEN sagen was man will, zumindest sind sie ehrlich…..und ganz Unna ist auf der Seite der GRÜNEN. Oder etwa nicht ?

  2. […] Unnaer Studentin schildert ihre Erfahrungen: „Man wird ständig angequatscht, penetrant angeglotzt und teilweise auch angefasst, und wirklich jedes Mal waren es bisher Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund.“ Das seien „keine Einzelfälle“ #Freiheit https://www.rundblick-unna.de/2018/11/17/angestarrt-belaestigt-alina-23-aus-unna-ja-leider-muss-man-… […]

  3. Zuerst möchte ich etwas zu dem Kommentar von Dagobert sagen. Ich mag Dagobert sehr und schätze sehr seine Kommentare. Da sie immer wohlbegründet und gut formuliert sind. Aber ich glaube, dass er an der Situation in unserem Land verzweifelt und deshalb oft einen ironischen oder sogar sarkastischen Ton in seinen Kommentaren anschlägt. Was ich gut verstehen kann. Aber ich denke, so wird man diesem Beitrag hier nicht gerecht. Dass der Rundblick mutig Themen aufgreift, die andere lieber verschweigen weiß wohl jeder der regelmäßig den Rundblick liest. Ich finde auch diesen Beitrag wieder sehr mutig und auch sehr wichtig. Die junge Frau, die hier ihre Meinung öffentlich macht finde ich auch sehr mutig und sie hat meine Bewunderung. Auch sie selber hat wohl schon erfahren, wie schwierig es in Deutschland ist eine Meinung zu bestimmten Themen zu äußern. Die Bedrohung von Frauenrechten und die konkreten Gefahren, die Frauen in Deutschland heutzutage erleben müssen sind solche Themen. Wenn man die weiblichen Politiker hört, bei denen die Bezeichung weiblich oft schon ein Widerspruch in sich ist, so gibt es die im Beitrag genannten Bedrohungen und Gefahren nicht. Die täglichen Angriffe auf Frauen und ihre Rechte werden totgeschwiegen. Deshalb sollte jede Frau mal überlegen, ob diese Politikerinnen überhaupt die Rechte der Frauen vertreten, sich überhaupt Gedanken über die Sicherheit und das Wohlergehen der Frauen machen. Danke für diesen Beitrag. Danke an den Rundblick und die mutige junge Frau, die aus dem Schatten getreten ist. Nicht nur für sich selber, sondern für alle Frauen.

  4. Zitat: Man kann nicht – nur aus Angst, falsch verstanden zu werden – ein wichtiges Thema ignorieren.
    Das Problem ist, dass sich viele junge Frauen nicht trauen, so ein Thema in der Öffentlichkeit anzusprechen – zum einen vielleicht aus Angst um die eigene Sichherheit, und zum anderen möchte auch niemand als rechtsextrem dargestellt werden.
    Ich finde es ganz wichtig, dass man seine eigene Meinung frei ausdrücken kann, ohne sich in eine Schublade stecken zu lassen. Zitat Ende. Vielen Dank der jungen Dame dass sie trotz aller eigener Betroffenheit und den damit verbundenen Emotionen so neutral und wertfrei mit dem Thema um und an die Öffentlichkeit geht. Wünsche ich mir auch bei den Politikern, die mit dem Thema offensichtlich überfordert sind und das Problem weiterhin ausblenden und ignorieren. So ein Impuls in die Landes- und Bundespolitik könnte auch aus den Kommunen kommen. Dazu müssten sich diese Politiker nur Sommertags mal zwischen Sparkasse und Rathaus in Unna für 15 Minuten niederlassen um zu sehen was da abgeht. Aber offensichtlich haben sie alle beim Verlassen des Rathauses die grüne Augenbinde um.

  5. Nach längerer Zeit kommentiere ich mal wieder hier. Mein Eindruck ist, daß immer mehr Menschen Mut fassen und ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken zu den Folgen der unkontrollierten Massenmigration schildern. Das ist sehr wichtig, denn es ermutigt andere, auch endlich frei und ungezwungen über die Probleme zu sprechen.

    Ich frage mich schon länger, wie es sich für junge Frauen anfühlen muss zu später Stunde mit Bus und Bahn unterwegs zu sein, oder sich in Menschenmassen zu begeben, in denen bereits die importieren „Wolfsrudel“ lauern. Es muss sich wie ein massiver Verlust an Freiheit anfühlen und über einen längeren Zeitraum passen wir uns an „die“ an. Als Mann hat man diese Probleme weniger, aber auch als Mann meidet man inzwischen Orte zu bestimmten Uhrzeiten, oder geht davon aus, daß in einer Konfliktsituation ein Gegner bei kleinsten Problemen sofort ein Messer hervorzaubert.

    Das Mädchen macht alles richtig und durchbricht die Mauer des Schweigens. Jetzt werden sich zwar alle selbsternannten „Guten“ hassend und intolerant auf sie stürzen, aber was nötig ist, muss nunmal gesagt werden.

    Am Ende ihrer Schilderungen bin ich dann aber nicht mehr bei der jungen Frau, denn sie fängt an reflexartig, für abscheuliche und primive Verhaltensweisen die kulturelle Andersartigkeit der Täter verantwortlich zu machen, oder Langeweile, kein Job, oder dieses oder jenes. Nichts da! Sie sind für ihr Verhalten verantwortlich (und diejenigen, die sie hereingelassen haben)

    Am Ende steht die Frage: Wo führt das alles hin? Und warum werde ich als Bürger nicht gefragt, ob ich in einer zukünftigen arabisierten und afrikanisierten Gesellschaft leben möchte, in der täglich Blut fliesst, und religiöse Irre das öffentliche Leben bestimmen und die anderen Religionen marginalisieren. Ich will nicht in so einer Gesellschaft leben und ich will auch keine Leute integrieren müssen, die gar nicht hier sein dürften.

    Dieses Land ist total durchgedreht. Es zerstört seine eigene Zukunft und entwickelt sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem dritte Welt Land. Und viele beklatschen es auch noch und es können es garnicht erwarten, tischen einem immer noch ihre Märchen mit den Integrationserfolgen und Fachkräften auf.

    Warum sind wir nicht bereit unsere Lebensart und unseren selbst erarbeiteten relativen Wohlstand zu verteidigen? Antwort: Weil es kein „wir“ mehr gibt.

  6. […] Unna, NRW. „Man wird ständig angequatscht, penetrant angeglotzt und teilweise auch angefasst, und wirklich jedes Mal waren es bisher Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund. Das, was momentan hier abgeht, sind keine Einzelfälle mehr, das ist gang und gäbe, so gut wie jeden Tag!“ Weiterlesen auf rundblick-unna.de […]

  7. Wir halten also fest: Im Deutschland des Jahres 2018 benötigt eine junge Frau, welche öffentlich von ihren Erfahrungen bezüglich Belästigungen durch Migranten berichten möchte, sehr viel Mut! Nicht die Täter benötigen sehr viel Mut, sondern die Opfer.
    Wer heutzutage in Deutschland öffentlich zu bestimmten Themen die Wahrheit sagt, muss damit rechnen ausgegrenzt zu werden. Während die Täter angeblich noch besser integriert werden müssen und alle Sympathien bestimmter Politiker geniessen, müssen die Opfer sich weiter verstecken.
    Es ist mir ein völliges Rätsel, warum gerade junge Frauen sich das gefallen lassen, und offensichtlich weiterhin die Parteien wählen, welche noch mehr Migranten nach Deutschland holen wollen.
    Denn ich kann es nur bestätigen, bereits jetzt sind die Einschränkungen für junge Frauen, sich in der Öffentlichkeit frei bewegen zu können, drastisch.
    Und dennoch werden keine Konsequenzen gezogen! Liegt es an der Angst von den linken Massenmedien fertig gemacht zu werden? Liegt es an dem Terror, dem man dann u.U. ausgesetzt ist?
    Haben wir es hier Deutschland bereits mit einem Regime zu tun, welches seine Macht nur mithilfe des Meinungsterrors der linken Massenmedien sichern kann? Dessen Macht auf Einschüchterung basiert? Ich habe ganz massiv diesen Eindruck!