Feuerwehr-Großeinsatz in Bönen – 4 Drehleitern und über 100 Einsatzkräfte vor Ort

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Blick auf die Bahnhofstraße und den Einsatzort. (Foto: Privat)
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UPDATE Sonntag – leider ist doch noch ein schrecklicher Ausgang zu melden. Es hat einen Toten/eine Tote gegeben.

Der Brand  in dem Gebäudekomplex an der Bahnhofstraße in Bönen hat ein Todesopfer gefordert. Der WA berichtete Sonntagnacht unter Berufung auf die Leitstelle der Kreispolizeibehörde, dass nach Abschluss der Löscharbeiten in dem ausgebrannten Dachstuhl des unbewohnbaren Hauses eine Leiche entdeckt worden sei.

Weiteres gibt die Polizei zur Stunde nicht bekannt.

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In Bönen ist die Feuerwehr seit dem frühen Samstagnachmittag (17. 11.)  im Großeinsatz. An der Bahnhofstraße brennen zum Stand 16.30 Uhr die Dachstühle von gleich drei Mehrfamilienhäusern.

Mindestens 100 Einsatzkräfte aus dem ganzen Kreis Unna bekämpfen die Flammen mit vier Drehleiterwagen.

Der Feueralarm ging bei der Einsatzleitstelle des Kreises gegen 14.15 Uhr ein. Als die erten Feuerwehrleute an der Bahnhofstraße eintrafen, sahen sie bereits Flammen aus dem Dachgeschoss des Hauses Nummer 27 schlagen. Das Feuer hat dann übergegriffen.

Über verletzte Personen wurde bisher nichts vermeldet.

Update 18.30 Uhr – erleichternde Nachricht eines Helfers vor Ort: Zum Glück gab es keine Verletzten. Allerdings passierte fast zeitgleich einen Verkehrsunfall, bei dem ein Feuerwehrmann (nach unseren Informationen nicht schwerwiegend) auf dem Weg zum Gerätehaus verletzt wurde.

Update 19 Uhr – vorläufige Endfassung:

Die Flammen erfassten die Dachstühle eines Gebäudekomplexes, das aus drei Wohn- und Geschäftshäusern besteht – Nr. 27, 27a und 29. Die Bahnhofstraße war für die Dauer der Löscharbeiten komplett gesperrt.

Am Abend teilte die Feuerwehr mit, dass die Häuser 27a und 29 bewohnbar geblieben sind. Die Bewohner können in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Das Gebäude Nr. 27, in dem der Brand ausbrach, kann momentan aufgrund Rauch, Brand- und Löschwasserschäden nicht bewohnt werden, doch seien die betroffenen Menschen alle bei Familienangehörigen oder Freunden untergekommen.

Die konkrete Zahl der gemeldeten Personen wollte bzw. konnte vor Ort noch niemand nennen. Fakt aber ist wohl, dass nicht alle Dachgeschosswohnungen des betroffenen Komplexes bewohnt waren.

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Mobile Leitstelle des Kreises Unna vor Ort

Der eigentliche Einsatz für die Feuerwehr vor Ort ist inzwischen beendet. Die Kräfte von außerhalb wurden zuerst entlassen, die Drehleitern abgezogen. Im Nachgang allerdings müssen beispielsweise noch sämtliche Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht und die Atemschutzgeräte aufgefüllt werden. Auch das DRK Bönen, ein Notarzt und die Polizei waren vor Ort.

Zwischenzeitlich hatte der beim Kreis Unna angesiedelte Fernmeldedienst die Einsatzleitung mit dem sogenannten „Einsatzleitwagen 2“ übernomme. Dabei handelt es sich quasi um eine mobile Leitstelle.

Um auch an versteckte Glutnester heranzukommen und diese abzulöschen, wurden ganze Teile der Dachflächen geöffnet.

Brandalarm um 14.14 Uhr eingegangen

Als der Brandalarm bei der Einsatzleitstelle des Kreises gegen 14.14 Uhr am Samstagnachmittag einging, quoll dichter Rauch aus dem Dach des Hauses Nummer 27. Nachdem die Bönener Feuerwehrleute wenige Minuten später dort eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus dem Gebäude, sodass die Bönener umgehend Verstärkung aus den Nachbarorten anforderten.

Insbesondere die zusätzlichen Drehleitern waren vonnöten, da die Löscharbeiten von mehreren Seiten von außen erfolgen sollten.

Priorität hatte aber natürlich zunächst die Sicherheit der Bewohner. Die Lebensretter kümmerten sich darum, dass sich niemand mehr in den Häusern aufhielt. Ein Feuerwehrmann holte schließlich sogar noch eine Katze aus dem Dachgeschoss des Nachbarhauses.

Zügig waren die Löscharbeiten angelaufen, zunächst von der Bahnhofstraße aus, dann auch von der Adalbertstraße. Ausgebrochen war das Feuer zwar offenbar im Spitzboden des Hauses Nummer 27, schnell hat es aber auch die beiden Nachbargebäude erfasst. Die Feuerwehrleute konnten zunächst vom Treppenhaus keinen direkten Zugang zu den Böden finden.

Nach knapp einer Stunde war ein Großteil des Brandes bereits bekämpft, Schwelbrände und Glutnester machen den Einsatzkräften aber weiter zu schaffen. Die Bahnhofstraße war in diesem Bereich gesperrt, ebenso Teile des Marktplatzes.

Die Brandursache ist zurzeit noch unklar. Hier werden die Brandermittler der Kriminalpolizei tätig.

Quelle: WA / Feuerwehr

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