Mit Vollgas um 3 Uhr früh durch Hamm: Polizei zieht Raser aus Verkehr

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Symbolbild Raser / Quelle Polizei
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Aus dem Verkehr gezogen.

Die Hammer Polizei hat Sonntagfrüh (18. 11.) in der Hammer City zwei Möchtegernrennfahrer (18 und 20 Jahre) gestoppt. Sie lieferten sich ein illegales Autorennen auf der Nord- und Münsterstraße, schildert die Pressestelle.

Die beiden Raser fielen gegen 3 Uhr heute Morgen auf, als sie auf der Nordstraße hör- und sichtbar mittels Kick-Down beschleunigten.

An einer roten Ampel hielten beide an – fast könnte man sagen, immerhin. Beim Wechsel auf Grünlicht aber brachen dann alle Dämme, beide gaben Vollgas, und Kopf an Kopf rasten der Daimler und der VW über die Münsterstraße.

Ortskundig war das Raserduo freilich: Beide bremsten vor der Radaranlage abrupt ab. Das gab der Polizei in diesem Moment Gelegenheit, sie anzuhalten.

Und mit Weiterfahren war´s erstmal nichts. Beide mussten noch an Ort und Stelle ihren Führerschein abliefern, und gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Sollte sich der Verdacht auf illegales Kfz-Rennen bestätigen, droht den jungen Heißspornen Ungemach bis hin zur Haftstrafe.  Denn, zur Erinnerung:

Seit dem 28. Juni 2017 gelten härtere Strafen für Raser und Teilnehmer/Veranstalter illegaler Autorennen.

Bislang behandelte das geltende Recht die Teilnahme an Rennen im Straßenverkehr nur als Ordnungswidrigkeit. Die vorhandenen Sanktionsmöglichkeiten haben sich nach Ansicht des Gesetzgebers als unzureichend erwiesen, so dass ein neuer Straftatbestand im neu geschaffenen § 315 d StGB begründet wurde. Das Gesetz wird folgenden Wortlaut haben:

§ 315d StGB Verbotene Kraftfahrzeugrennen
(1) Wer im Straßenverkehr

  1. ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt,
  2. als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder
  3. sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 2 oder 3 Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(3) Der Versuch ist in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 1 strafbar
(4) Wer in den Fällen des Absatzes 2 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mitGeldstrafe bestraft.
(5) Verursacht der Täter in den Fällen des Absatzes 2 durch die Tat den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen
Zahl von Menschen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Quelle: http://www.temmeklein.de

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