„Horrende Kosten, falscher Standort“: FDP fordert Eishallenabriss sofort nach Fristende und Realschulbau dort

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Besichtigung der Eishalle Unna am 16. 7. 18. (Archivbild RBU)
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Horrend hohe Kosten, überdimensioniert, falscher Standort – die FDP-Fraktion will die Eishallendiskussion endgültig beenden. Die Halle soll unmittelbar nach dem Ende der Frist, die der Rat im Sommer gesetzt hat, abgerissen werden. Um auf dem freien Areal dort dann eine neue Realschule zu bauen.

Als einen von mehreren Sparanträgen zum städtischen Haushalt (HIER ist das Gesamtpaket der Forderungen) verlangt die FDP, den Ratsbeschluss zur Eishalle (sprich: Abriss nach Ablauf dieses Jahres) „unmittelbar“ umzusetzen.

Ohne Rücksicht darauf, dass die Bürgerinitiative „UNNA.braucht.EIS“ noch das Eishallengutachten der Stadt überprüfen und ein eigenes Finanzierungskonzept vorlegen möchte.

Ein weiteres Aussetzen des Abrissbeschlusses ist für die FDP nicht mehr zielführend.

Sie argumentiert:

„Vorweg sei erwähnt, dass die FDP Fraktion nicht gegen eine Eishalle in Unna ist. Sie ist ausschließlich gegen diese Eishalle.

Wie allen in Unna lebenden Menschen bekannt ist, ist die Eishalle in Unna nunmehr 40 Jahre alt. Und es besteht, um sie weiter zu betreiben, ein erheblicher Sanierungsbedarf, der mit horrend hohen Kosten verbunden ist. Außerdem ist diese Halle für Unna überdimensioniert und steht am „falschen“ Standort.

Allein dadurch ist es aus Sicht der FDP nicht zu vertreten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Unna extrem sparen muss, diese Eishalle zu erhalten.

Dazu kommt, dass bei der Begehung mit der Staatssekretärin Frau Andrea Milz am 27.09.2018, der Bürgermeister in einem Nebensatz erwähnte, dass es einen interessierten Investor für den Bau einer Eishalle in Unna gebe.

Dieser Investor betreibt mittlerweile 17 Eishallen in ganz Europa und benötigt eigentlich nur einen geeigneten Standort in Unna und den Willen des Rates und der Verwaltung, ihn diese Eishalle in Unna bauen und betreiben zu lassen. Warum ist dies nicht publiziert worden?

Wir haben durch die Umsetzung des bestehenden Ratsbeschlusses die Möglichkeit, erheblich Geld zu sparen, Geld, das wir nicht haben, also lassen Sie uns den richtigen Weg weiter gehen und die Eishalle am jetzigen Standort aufgeben und das dortige Land anders nutzen.“ 

– Konkret solle das Areal am Ligusterweg für den Neubau der Hellweg-Realschule genutzt werden, deren momentan avisierter neuer Standort – das Gelände des früheren Freizeitbades – den Liberalen gänzlich ungeeignet erscheint (Einflugschneise).

  • „Der geplante Neubau der Hellweg Realschule auf dem Gelände des ehemaligen Geländes der Freizeit Bades in Massen ist aus unserer Sicht nicht verantwortbar, liegt dieser doch im Bereich der unmittelbaren Einflugschneise zum Flughafen Dortmund. Wohnbebauung wird dort nicht zugelassen, weil die Lärm- und Schadstoffbelastung durch landende Flugzeuge zu hoch ist, eine Schule soll dort aber Ihren Platz finden. Daher halten wir eine Verlegung des Schulneubaues auf das Geländer der Eissporthalle für die bessere Lösung. Eine Umgestaltung des gesamten Bereiches ist dann sicherlich erforderlich, aber machbar. Die dort einzuplanenden Parkplätze, können vormittags durch die Lehrer genutzt werden und können nachmittags für die Bürger und Besucher des Hallenbades zur Verfügung stehen. Ausserdem kann die Schule ohne Turn- und Schwimmhalle geplant und gebaut werden, da diese dort bereits existieren und fußläufig zu erreichen sind. Dieses eingesparte Geld würde dann dem Haushalt zur Verfügung stehen. Auch die Infrastruktur ist vorhanden, da z. B. Busverbindungen zur Innenstadt bereits bestehen. Angesichts der Tatsache, dass Unna sich schon seit Jahren im Nothaushalt befindet, ist es an der Zeit, wirklich wichtige und gravierende Einsparungen anzupacken. Wenn diese auch noch einhergehen mit einem erheblich besseren Umfeld für die Schüler und Lehrer, was langfristig zur Gesunderhaltung der Betroffenen beiträgt, kann aus unserer Sicht einem Neubau der Schule in Massen nicht mehr zugestimmt werden. Dieser Beschluss muß zurückgenommen und überarbeitet werden.“

PM: FDP-Fraktion Unna / Vorsitzender Günter Schmidt

HIER ist der Konter der Eishalleninitiative UNNA.braucht.EIS

 

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3 KOMMENTARE

  1. Zitat: dass bei der Begehung mit der Staatssekretärin Frau Andrea Milz am 27.09.2018, der Bürgermeister in einem Nebensatz erwähnte, dass es einen interessierten Investor für den Bau einer Eishalle in Unna gebe. Dieser Investor betreibt mittlerweile 17 Eishallen in ganz Europa und benötigt eigentlich nur einen geeigneten Standort in Unna und den Willen des Rates und der Verwaltung, ihn diese Eishalle in Unna bauen und betreiben zu lassen.  Zitat Ende. Sorry aber da kommt doch selbst am späten Abend akuter Brechreiz auf. Warum dann bitte wurde noch das Gutachten zur Sanierung erstellt für fast einhunderttausend Euro. Damit die Weihnachtsgans preiswert beim obersten Stadtrat oder gar dem Stadtrat ankommt?? Insofern wäre doch die gesamte Diskussion und die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Befürwortern einer Eishalle Blödsinn. Ansonsten kann ich der Argumentation der FDP folgen bezüglich Realschulneubau. Eine Stadt die gegen den Flughafen und die damit verbundenen Lärm- und Luftbelästigung klagt , andererseits aber plant in diesen Einflug Korridor eine Schule zu bauen führt ihre eigen Klage ad absurdum und macht sich nur noch lächerlich